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Ergebnisse einer Umfrage

Junglandwirte: Beruf ohne rosarote Brille sehen

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Redaktion LAND&Forst, LAND & Forst
am
19.02.2016

Deutschlands Junglandwirte tragen keine rosarote Brille. Das ist das Ergebnis einer Umfrage. „Landwirtschaft ist Leidenschaft und muss mit dieser gemacht werden.“ Deutlich wurde, was den jungen Leuten wichtig ist.

Wie bewerten Junglandwirte die eigene Zukunft sowie gesellschaftliche und politische Aspekte? Das fragte das Online-Panel für die Agrarbranche, agri EXPERTS im vergangenen Jahr 237 überwiegend männliche Junglandwirte mit einem Durchschnittsalter von 27 Jahren.

Bei der Frage „Wie fühlen Sie sich als Junglandwirt in der Gesellschaft?“ gingen die Meinungen sehr stark auseinander. Von „hohe Verantwortung, aber sauwohl“ bis zu „meist unverstanden und unwichtig.“

Junglandwirte kritisieren Politiker

Besonders stark wurden die Politiker kritisiert. Zum einen war eine Mehrheit der Befragten der Meinung, dass politische Verordnungen die Planbarkeit der landwirtschaftlichen Arbeit erschweren.

Außerdem würden Politiker nicht  die Erkenntnisse der Landwirte umsetzen, sondern vor allem nicht-landwirtschaftlichen Interessengruppen folgen. „Die Politik hat das Grundvertrauen in die tägliche Arbeit der Landwirte verloren. Das spüre ich durch erhöhte Kontrollen und Bürokratieauflagen“, so ein Teilnehmer.

Junglandwirte wünschen sich wirtschaftlichen Erfolg

In den nächsten fünf bis zehn Jahren möchten die jungen Bauern vor allen Dingen wirtschaftlich erfolgreich sein. Oder wie es ein Befragter ausdrückt: „Dass meine Lebensmittel im Supermarkt keine Ramschware sind.“

Junglandwirte haben 14 Tage Urlaub

Sehr wichtig ist den jungen Menschen aber auch eine glückliche Partnerschaft, wobei 59 Prozent meinen, es sei nicht leicht, jemanden kennenzulernen. Die Experten wollten wissen, woran das liegt. „An dem kleinen Mitbringsel, das sich Betrieb nennt. Nicht jedes Mädel unterstützt dies und gibt Rückhalt“, antwortete ein Befragter.

Im Durchschnitt nehmen die Landwirte rund 14 Tage Urlaub. In der Freizeit engagiert sich ein Drittel ehrenamtlich in der Freiwilligen Feuerwehr, in der Landjugend oder im Sportverein.

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