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Käfighaltung bei Legehennen: Niedersachsen will Ausstieg

von , am
30.03.2015

Hannover - Niedersachen und Rheinland-Pfalz haben in einem entsprechenden Bundesratsantrag einen schnelleren bundesweiten Ausstieg aus der Käfighaltung von Legehennen gefordert.

Von 2008 bis 2014 stieg die Zahl der Freiland- oder Biohennen von ungefähr zwei Millionen auf rund 5,4 Millionen Tiere. © Mühlhausen/landpixel
Aktuell sind Kleingruppenkäfige noch bis 2023 zulässig. Ein gemeinsamer Bundesratsantrag von Niedersachsen und Rheinland-Pfalz soll jetzt ein schnelleres Ende der Käfighaltung von Legehennen erwirken. "Wir brauchen den schnellen Ausstieg aus einer solchen nicht tiergerechten Haltungsform", sagte Niedersachsens Agrarminister Christian Meyer. "Die Kleingruppen-Käfighaltung ist nicht tierschutzgerecht und bleibt verfassungswidrig. Die Mehrheit der Verbraucherinnen und Verbraucher will keine Käfigeier." Er forderte außerdem Bundesagrarminister Christian Schmidt (CSU) zu schnellerem Handeln auf.

Niedersachsen als Hochburg von Bio- und Freilandeiern

In Niedersachsen leben mittlerweile rund 5,4 Millionen Legehennen in konventioneller oder ökologischer Freilandhaltung. Das sind doppelt so viele wie die derzeit 2,7 Millionen Legehennen in Käfighaltung. Allein 2014 stieg im Vergleich zum Vorjahr in Niedersachsen die Zahl der Freilandhühner aus konventioneller Haltung um fast 20 Prozent, während Boden- und Käfighaltung stagnierten. "Niedersachsen ist bei der Produktion sowohl von Bio- als auch von Freilandeiern bundesweit zu einer Hochburg geworden. Fast jedes zweite deutsche Bio- oder Freilandei stammt damit aus Niedersachsen", sagte der Landwirtschaftsminister.
 
Von 2008 bis 2014 sank die Zahl der in einem Käfig gehaltenen Hennen in Niedersachsen von rund elf Millionen auf etwa 2,7 Millionen Tiere. Im gleichen Zeitraum stieg dagegen die Zahl der Freiland- oder Biohennen von ungefähr zwei Millionen auf rund 5,4 Millionen Tiere.
 
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