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Aus den Regionen

Kartoffelzystennematoden bedrohen Anbau

von , am
27.01.2015

Kartoffelzystennematoden haben in einigen westlichen Landkreisen Niedersachsens bedrohliche Ausmaße angenommen, oft begünstigt durch Anbaufehler und zu enge Fruchtfolgen.

© Helmut Koop
In einigen westlichen Landkreisen Niedersachsens haben die Kartoffelzystennematoden bedrohliche Ausmaße angenommen. Vielfach ist die Situation durch schwer wiegende Anbaufehler und viel zu enge Fruchtfolgen begünstigt worden. In einigen Landkreisen wie dem Emsland und der Grafschaft Bentheim sind nun sogar einige Kartoffelflächen gesperrt worden.
 
Die Berater der Bezirksstelle Emsland haben die Missstände schon viele Jahre erkannt und die Bauern auf die dramatischen Folgen hingewiesen. Erreicht haben die Appelle von Dr. Karsten Osmers und seinen Kollegen anscheinend aber nicht alle. Viele Bauern haben die Botschaften ignoriert und einfach so wie bisher weiter gewirtschaftet. Sie hatten wohl die Hoffnung, dass es der chemische Pflanzenschutz bzw. die Züchter rechtzeitig eine Lösung des Problems präsentieren. Die Quittung haben diese Betriebe jetzt erhalten.

Bisher unbekannter Emslandtyp nachgewiesen


Viele Flächen in der Region sind hochgradig mit Zystennematoden und dem Kartoffelkrebs verseucht. Neben Globodera rostochiensis und Globodera pallida, gegen die teilweise resistente Kartoffelsorten angebaut werden können, ist nun auch noch der bisher unbekannte Emsland-Typ nachgewiesen worden, der weder durch Chemie noch durch Sortenresistenzen bekämpft werden kann.
 
Die Ursachen der Fehlentwicklung hat der Leiter der Bezirksstelle Emsland, Arnold Krämer, auf dem Kartoffeltag in Haren schonungslos aufgedeckt. In seiner Analyse über die Strukturen im emsländischen Kartoffelanbau hat er festgestellt, dass auf 94 von insgesamt 611 Kartoffelbetrieben allein 50 % der Anbaufläche entfallen. Möglich sei dies nur durch Spezialisierung und Flächentausch, da in diesen Betrieben im Mittel zwischen 64 % und 76 % der Nutzfläche mit Kartoffeln bestellt waren. Bei genauerer Betrachtung falle auf, so Krämer, dass in einzelnen Gemeinden seit Jahren deutlich über 30 % der Ackerfläche mit Kartoffeln bestellt waren.
 
Mehr dazu lesen Sie in der LAND & Forst Ausgabe  05/2015 auf  den Seiten 19 bis 21.
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