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Kleine Motte - großer Schaden

Renate Bergmann, LAND & Forst
am
06.07.2018

Auch in diesem Jahr setzt die Kastanienminiermotte den Kastanien bereits Anfang Juli zu. Bundesweit sind große braune Stellen auf den Blättern zu entdecken.

Miniergaenge

Seit zwei Jahrzehnten werden die Kastanien durch die Kastanienminiermotte in ihrer Vitalität beeinträchtigt. Bundesweit sind große braune Stellen auf den Blättern zu entdecken. Der Schädling ist ein winzig kleiner Schmetterling, eine Motte, die aus dem Balkan eingewandert ist und sich hier ohne natürliche Feinde ungehemmt vermehren konnte. Die zahllosen Fraßstellen in den Blättern führen dazu, dass die geschwächten Bäume anfälliger gegen Pilze, Bakterien und anderen Schädlinge werden. Leider gibt es immer noch keine einsetzbaren Gegenmittel. Da der Schädling in den Blättern überwintert, hilft nur gewissenhaftes Laubsammeln und Verbrennen. In Gegenden, in denen seit Jahren das Laub konsequent vernichtet werde, sähen die Kastanien viel besser aus, weiß Christoph Rullmann, SDW-Bundesgeschäftsführer. Deshalb heißt es wieder rund den Aktionstag am 11. November, das Laub vollständig zu sammeln und anschließend zur Verbrennung zu bringen.

Mit Material von Schutzgemeinschaft Deutscher Wald Bundesverband e.V.
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