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Kreis Vechta/Diepholz: Wölfin reißt 31 Schafe in einem Jahr

dpa/Ini
am
16.11.2015

Norden - In den Kreisen Vechta und Diepholz wurden im vergangenen Jahr 71 Schafe von Wölfen getötet. 31 Tiere starben durch eine einzelne Wölfin.

Fast die Hälfte aller Schafe, die in den vergangenen zwölf Monaten in den Kreisen Vechta und Diepholz gerissen wurde, ist Opfer einer einzelnen Wölfin geworden. Von den 71 getöteten Tieren seien der Wölfin 31 eindeutig zuzuordnen. Das teilte das Wolfsbüro des Landesbetriebs für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) heute mit. Ob weitere tote Schafe auf das Konto des Tieres gehen, sei nicht ausgeschlossen. Das können aber auch nicht genau festgestellt werden, hieß es. Insgesamt gab es in den beiden Kreisen vom 14. November 2014 bis zum 14. November 2015 genau 35 Angriffe, davon elf von der einen Wölfin.

Ungeschützte Weiden besonders betroffen

Fast alle Angriffe auf Schafe ereigneten sich auf ungeschützten Weiden, nur zwei erfolgten trotz eines Zaunes. Es gebe noch zu viele ungeschützte Weiden, hieß es vom NLWKN. Dort hätten Wölfe einfaches Spiel. "Die ortstreue Wölfin hat gelernt, dass Nutztiere eine leicht verfügbare Beute sind", sagte Nicola Georgy vom Wolfsbüro. Nach der Statistik erfolgten 5 der 35 Angriffe nicht von Wölfen. In einem Fall war es ein Hund, der ein Kalb riss.

Mit der Problemwölfin aus dem Landkreis Vechta und Diepholz hatte sich in der vergangenen Woche auch der niedersächsische Landtag befasst. FDP und CDU forderten den Abschuss der Wölfin, Umweltminister Stefan Wenzel (Grüne) möchte das Tier dagegen erstmal mit einem Sender ausstatten.

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