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Aus den Regionen

Krise trotz Bio-Boom?

von , am
30.04.2014

Fragt man die Verbraucher, geht der Trend zu Bioprodukten. Aber deutsche Biobauer profitieren davon wenig, berichtete Plusminus.

Die derzeit relativ guten Erzeugerpreise für konventionell hergestellte Milch, dämpfen den Anreiz auf ökologische Landwirtschaft umzustellen. © Mühlhausen/landpixel
Deutsche Verbraucher geben pro Jahr 7,5 Milliarden (Mrd.) Euro für Bioprodukte aus, keine andere Lebensmittelbranche wächst so rasant. Davon würden deutsche Ökobauern aber nur wenig profitieren, berichtete das SWR-Magazin 'Plusminus' vergangene Woche. Immer mehr Bioprodukte kämen aus dem Ausland, weil sie dort günstiger produziert werden könnten.
 
Die deutsche Bio-Landwirtschaft dagegen stecke in einer Krise, denn die höheren Produktionskosten würden durch die aktuellen Marktpreise nicht ausgeglichen. Die Preisdifferenz zwischen Bio- und konventionellen Produkten sei stark geschrumpft, wie am Beispiel Milchpreis gezeigt wurde. Die Erzeugerpreise für konventionelle Ware hätten sich auf höherem Niveau stabilisiert, bestätigte in der Sendung Ulrich Köpke, Agrarwissenschaftler von der Universität Bonn, so nähme der Anreiz, auf ökologische Landwirtschaft umzustellen, ab. Der deutsche ökologische Landbau stagniere daher in seiner Entwicklung.
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