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Kühe müssen sich wohlfühlen

von , am
20.10.2015

Die Kuh soll entweder fressen und saufen oder wiederkauen und ruhen. Eine herumstehende Kuh fühlt sich nicht wohl und verbraucht nutzlos Energie, die sie eigentlich in Milch umsetzen sollte. Es liegt also sowohl im Interesse von Tiergerechtheit und Wirtschaftlichkeit, dass sich die Kuh wohlfühlt. Grundvoraussetzung für kuhgerechten Weidegang ist eine dichte, ertragreiche Weidenarbe aus wertvollen, schmackhaften Pflanzen, die der Kuh gewissermaßen „ins Maul wachsen“. Hauptbestandsbildner sollten in der Regel Deutsches Weidelgras und Weißklee sein. Rindvieh bevorzugt, unabhängig vom Produktionsverfahren, zum Ruhen schattige Plätze, höher gelegene Punkte sowie Wasserstellen. Strukturelemente wie Hecken und Bäume in unmittelbarer Weidenähe halten den Wind ab, bieten einen gewissen Schutz vor Regen und spenden kühlenden Schatten.
Fehlen diese und lassen sich auch nicht anlegen, bieten einfachste Unterstände Abhilfe, wenn kein ständiger Zugang zum Stall gegeben ist. Diese sollten eine komfortable Ausgestaltung der Liegefläche aufweisen (Stroh). Liegedauer und Anzahl der Liegeperioden erhöhen sich mit zunehmender Elastizität der Liegefläche, wobei harte Liegeflächen mit zunehmender Intensität des Produktionsverfahrens (Mutterkuh  Mast  Milch) zusehends ungeeignet sind.
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