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Küken aus dem eigenen Stall

von , am
28.11.2013

Der niederländische Hähnchenmäster Klaas Knol hat sich eine eigene Brüterei zugelegt. Wie es dazu kam und welche Chancen aber auch Herausforderungen damit verbunden sind, lesen Sie hier.

Die frisch geschlüpften Küken finden bei Klaas Knol sofort Wasser und Futter. © Mühlhausen/landpixel
Montagmorgen im Kükenstall mit Klaas Knol: Es herrscht subtropisches Klima. 35 Grad Celsius und 48 Prozent (%) Luftfeuchtigkeit sorgen dafür, dass der Schweiß nur so rinnt. Aber für die Bruteier, die hier auf Bruthorden liegen, ist es genau das richtige Klima. Und auch für die Küken, die heute schlüpfen. Überall im 125 x 20 Meter großen Stall herrscht geschäftiges Treiben, wuseln schon kleine, gelbe Wollknäule herum. Es dauert nämlich nur wenige Stunden, bis der Schlupf vorbei ist und etwa 110.000 Küken den Stall bevölkern. Hier bleiben sie zehn Tage, danach erst geht es in die Mastställe nebenan.

Geschlossenes System

"Optimum Vita - der neue Weg" so nennt Knol sein Konzept für eine Hähnchenmast im geschlossenen System. Zusammen mit Rindviehhalter Gerhard Reinink hat er die Anlage mit 110.000 Schlüpf-/Aufzucht- und 220.000 Mastplätzen errichtet. Brut und Schlupf am gleichen Standort wie die Mast: "Das ist etwas ganz Neues, bietet die Chance auf eine höhere Rendite, erfordert aber auch ein sehr, sehr konsequentes Hygienemanagement", erzählt der Hähnchenmäster.
 
Im Kükenstall werden die Eier auf Bruthorden aus Kunststoff gelegt, die auf von der Decke herabhängenden Gestellen befestigt sind. Von den Horden springen die Küken nach dem Schlupf 40 Zentimeter in die Tiefe auf den mit Hobelspänen eingestreuten Boden. Hier finden sie sofort Futter und Wasser. Dieser Aufzuchtstall benötigt viel Wärme, den größten Teil liefert die Fußbodenheizung.
 
Seit dem ersten Durchgang musste er viel probieren beim Stallklima. Viel Zeit und auch viel Geld hat er in seine Idee investiert, aber: "Das hier ist kein Hobby, ich will die Rendite in der Hähnchenmast verbessern". Die wirtschaftlichen Vorteile des geschlossenen Systems resultieren vor allem aus zwei Faktoren: Die Fläche in den Mastställen wird besser genutzt und der Energieverbrauch ist gegenüber herkömmlichen Hähnchenställen deutlich geringer. Weil die Küken die ersten zehn Tage im Aufzuchtstall gehalten werden, sind in jedem Maststall mehr als zehn Durchgänge pro Jahr möglich.
 
Wie lässt sich Wärmeenergie im Stall sparen? Wie sieht das Gesundheitsmanagement auf dem Hof aus und wie sind die 110.000 Küken in den Ställen aufgeteilt? - Antworten auf diese Fragen und weitere interessante Informationen zum Thema finden Sie in unserem vollständigen Artikel hier... 
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