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Küstenautobahn frisst landwirtschaftliche Flächen

von , am
30.01.2013

Bremervörde - Die Landvolk Kreisverbände Bremervörde und Stade haben gemeinsam mehr als 60 Einwände gegen den Verlauf der neuen Küstenautobahn A 20 erhoben.

Im Mai 2011 warben Vertreter der CDU-Fraktion vor dem Landtag für die A 20 (von links): Kai Seefried, Hans-Heinrich Ehlen, Astrid Vockert, Björn Thümler, Ministerpräsident David McAllister und Jens Nacke. © privat
Die Verbandsvertreter krisieren, dass durch den Bau des 12,4 km langen Streckenabschnitts 6 zwischen Bremervörde und Elm "unvorstellbare große landwirtschaftliche Flächen verloren gehen." Der Flächenverbrauch beträgt rund 100 ha für das Autobahn-Teilstück und 150 ha für Kompensationsmaßnahmen. Einige Betriebe sind besonders hart betroffen, da die Hofstellen nur 50 Meter von der Trasse entfernt liegen.  "Unsere Forderung war von Anfang an, dass möglichst wenig Flächen in Trassennähe für die Kompensation in Anspruch genommen werden, um die Betriebe, die von der Trasse selbst schwer betroffen sind, nicht zusätzlich mit Flächenentzug zu belasten", erklärte Heinz Korte, Landvolk-Vorsitzender in Bremervörde.
 
Das Gegenteil sei  nun der Fall. In einem Schreiben der Bremervörder an die Landesbehörde für Straßenbau heißt es: "In diesen Bereichen der Autobahn fordern wir eine nochmalige Prüfung, ob eine gewisse Verschiebung des Trassenverlaufes eine Milderung der Beeinträchtigungen ermöglicht. Darüber hinaus sind sämtliche technische Möglichkeiten, wie z.B. Lärmschutzwände, Flüsterasphalt etc. zu prüfen, die die Beeinträchtigungen reduzieren können. Hierbei ist nicht nur auf die Erreichung der gesetzlichen Grenzwerte für Schall am Wohngebäude abzuzielen. Es werden auch Störungen des Viehbestandes durch die Lärmbelastungen, Scheinwerferlicht etc. erwartet."
 
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