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Landvolk bittet um Genehmigung für überbreite Erntemaschinen

Zuckerrueben-Rueben-Ruebenertrag-Zuckerruebenkampagne
Die Zuckerrübenernte hat Spuren hinterlassen. © Werner Raupert
von , am
06.11.2017

In Niedersachsen ist die Ernte immer noch nicht abgeschlossen. Das Landvolk hat jetzt um Ausnahmegenehmigungen für überbreite Erntemaschinen gebeten.

Die ungewöhnlich ergiebigen Niederschläge der letzten Monate stellen viele Landwirte in Niedersachsen weiter vor erhebliche Herausforderungen. So sind längst noch nicht alle Erntearbeiten abgeschlossen.

Das trifft nicht nur für die Zuckerrüben zu, deren Ernte erst im September begonnen hat. Wie der Landvolk Pressedienst jetzt mitteilte, sind die Landwirte für die noch ausstehenden Erntearbeiten auf den wassergesättigten Böden vielfach auf eine besondere Ausstattung der Maschinen angewiesen.

Dazu zählen beispielsweise breitere Reifen oder Antriebsketten, die ein Einsacken der schweren Erntemaschinen im Boden verhindern sollen.

Landvolk: Aufwändige Umrüstzeiten einsparen

Das Landvolk Niedersachsen hat dazu Wirtschaftsminister Olaf Lies angeschrieben und um Ausnahmegenehmigungen für überbreite Erntemaschinen gebeten. Gerade in der aktuell sehr ungewöhnlichen Situation seien die Landwirte darauf angewiesen, jede sich bietende Witterungssituation für den weiteren Erntefortschritt nutzen zu können.

Aufwändige Umrüstzeiten der Erntemaschinen würden dem entgegenstehen. Deshalb wird eine Ausnahmegenehmigung für den Transfer der überbreiten Maschinen von einem Einsatzort zum anderen im Straßenverkehr angeregt. Damit ließen sich die aufwändigen Umrüstzeiten einsparen.

Besonders betroffen: Landwirte im Norden Niedersachsens

Betroffen von der außergewöhnlich schwierigen Erntesituation sind in erster Linie die Landwirte auf den schweren Marschböden im Norden Niedersachsens. Die Region zählt ohnehin zu den „Späterntegebieten“ und hat häufiger mit den Witterungsunbilden zum Abschluss der Ernte zu kämpfen.

Iskert und Hero Janßen, die im ostfriesischen Wittmund unter anderem Saatkartoffeln, Möhren und Zwiebeln anbauen, müssen noch jeden zweiten Kartoffelacker ernten. Wie Junior Iskert schildert, hat die Familie bereits niederländische Spezialfirmen beauftragt und erhofft sich dringend eine Reihe trockener Tage.

Ende der schwierigen Ernte nicht absehbar

Jeder weitere Millimeter Regen könne von den wassergetränkten Böden nicht mehr aufgenommen werden, schildern sie. Schwierige Erntesituationen in Niedersachsen habe es zuletzt in den Jahren 2001 und 1998 gegeben, aber vor 16 Jahren war zuletzt immerhin die Ernte unter Dach und Fach gekommen.

Dieses Ziel sei zurzeit noch nicht absehbar. Die Probleme werden sich bis ins kommende Jahr fortsetzen, da auch die Neuansaat der Flächen zurzeit unmöglich ist. Damit müssen die Landwirte ihre langfristigen Planungen umwerfen.

Mit Material von Landvolk Pressedienst
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