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Landvolk Emsland: Preisverfall löst Finanzkrise aus

von , am
03.09.2015

Meppen - Angesichts des anhaltenden dramatischen Preisverfalls für Agrarprodukte warnt das Landvolk Emsland vor zunehmenden Liquiditätsproblemen bei Milchvieh- und Schweinehaltern.

Viel zu lachen gibt es für die Schweinehalter derzeit nicht. © Mühlhausen/landpixel
Die Erzeugerpreise für Milch, Ferkel und Schlachtschweine seien inzwischen so tief gesunken, dass die Landwirte kein Geld mehr verdienten und ihre Produkte unter den Herstellungspreisen abgeben müssten. Vor diesem Hintergrund fordert das Landvolk in Oldenburg, Cloppenburg und dem Emsland die Bundesregierung auf, den Landwirten eine steuerfreie Risiko-Rücklagenbildung zu ermöglichen. Dieses Instrument sei in solchen Krisensituationen langfristig sehr hilfreich, sagte Hermann Wester, Präsident der Vereinigung des emsländischen Landvolkes (VEL).
 
Wegen der schwankenden Erlössituation gebe es über eine Rücklagenbildung die Chance auf mehr Liquidität auf den Höfen. Eine staatlich gestützte Preislenkung könne allerdings keine Lösung sein. Hermann Wester: "Wir benötigen vielmehr eine gezielte staatliche Unterstützung, wenn es zum Beispiel um die Belebung der Exporte nach China oder Russland geht" In dieser Frage seien die Agrarpolitiker aller Fraktionen des Bundestages und der Landtage gefordert. Schließlich sei die Politik verantwortlich für das aktuelle Russland-Embargo. Bund und Länder-Regierungen müssten sich dieser Verantwortung aktiv stellen. Das gelte auch für die Exporte in die Volksrepublik China.
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