Login
Aus den Regionen

LWK-Präsident Meyer zu Wehdel verstorben

von , am
26.01.2015

Oldenburg – Arendt Meyer zu Wehdel, Präsident der Landwirtschaftskammer Niedersachsen, ist heute (26. Januar) nach langer schwerer Krankheit im Alter von 62 Jahren gestorben.

© LWK Niedersachsen
„Der Tod unseres Präsidenten ist ein schwerer Verlust für unser Haus und für die landwirtschaftliche Selbstverwaltung in Niedersachsen“, stellte Kammerdirektor Hans-Joachim Harms tief bewegt fest. Er bezeichnete den Verstorbenen als eine „charismatische Persönlichkeit“, die sich mit ihrer Fachkompetenz, ihrer Beharrlichkeit und ihren rhetorischen Fähigkeiten, immer verbunden mit menschlicher Wärme, stets für die Belange der Landwirtschaft in Niedersachsen eingesetzt habe. Meyer zu Wehdel war seit Februar 2009 Präsident der Landwirtschaftskammer. Das besondere Augenmerk des Landwirts aus Badbergen-Wehdel galt dem Umbau der Kammer zu einem schlagkräftigen und wirtschaftlich orientierten Dienstleister. Ganz besonders lag ihm die Modernisierung und der Umbau des heutigen Landwirtschaftlichen Bildungszentrums (LBZ) in Echem am Herzen.

„Wenn die Kammer heute auf sicherem Fundament steht, ist das auch dem Wirken Meyer zu Wehdels zu verdanken“, sagte Kammerdirektor Harms. Mit seiner Kraft und Überzeugungsgabe habe es der Verstorbene bis zuletzt verstanden, Entscheidungen zur Landwirtschaft und zum ländlichen Raum maßgeblich mitzugestalten.

Landwirtschaftsminister Christian Meyer sprach den Angehörigen sein Beileid aus. Die Landwirtschaftskammer verliere „einen freundlichen und engagierten Streiter für die Belange der Landwirtschaft“, sagte der Grünen-Politiker. Meyer zu Wehdel habe sich auch neuen gesellschaftlichen Entwicklungen nicht verschlossen und sei immer für die große Mehrheit der bäuerlichen Betriebe eingetreten.

Als „außerordentlichen Glücksfall für den Berufstand“ bezeichnete Landvolk-Präsident Werner Hilse den Verstorbenen. Er habe die Reputation der Landwirtschaftskammer Niedersachsen gestärkt und ihr fachliches Profil geschärft. Als ihr oberster Repräsentant habe er sich kritischen Fragen gestellt und mit tiefer Sachkompetenz, der nötigen Kompromissbereitschaft, aber auch der erforderlichen Beharrlichkeit Lösungen erarbeitet und diese fair vertreten. „Johann Arendt Meyer zu Wehdel suchte mit allen Bevölkerungsgruppen den Dialog und war stets am Konsens orientiert, zum Nutzen der Landwirtschaft und gleichermaßen zum Wohle unserer Mitmenschen. Als überzeugter Unternehmer wusste er, dass Ökonomie und Ökologie keine unversöhnlichen Gegenspieler sind, sondern dass Nachhaltigkeit immer wirtschaftlichen Rückhalt benötigt“, würdigte Hilse.

Am 10. Februar wählt die neue Kammerversammlung auf ihrer konstituierenden Sitzung in Oldenburg den neuen Präsidenten aus ihren Reihen. Bis dahin übernimmt Vizepräsident Gerhard Schwetje die Geschäfte. Bereits am 14. Januar hatte Meyer zu Wehdel mit Hinweis auf seinen Gesundheitszustand auf eine erneute Kandidatur verzichtet.
Auch interessant