Login
Aus den Regionen

Milch macht munter und nicht krank

von , am
22.09.2015

Das Max Rubner-Institut hat die aktuell zugänglichen Forschungsergebnisse zu gesundheitlichen Wirkungen von Milch und Milchprodukten ausführlich dargestellt und bewertet.

Ein ernährungsphysiologisch wichtiges Nahrungsmittel: Milch © Mühlhausen/landpixel
Milch ist ernährungsphysiologisch ein wichtiges Nahrungsmittel und macht entgegen mancher Gerüchte auch nicht krank. Zu diesem Ergebnis kommt eine 50 Seiten umfassende Analyse aktueller Forschungsergebnisse des Max-Rubner-Instituts (MRI) in Karlsruhe.

In der Studie werden zunächst die einzelnen Inhaltsstoffe der Milch beschrieben und deren Wert für die Ernährung dargestellt. Anschließend wird sich ausführlich mit den wissenschaftlich erforschten Zusammenhängen zwischen Milchverzehr und Krankheitsrisiken auseinandergesetzt. Das MRI kommt dabei zu dem Schluss, dass grundsätzlich durch den vermehrten Verzehr von Milch und Milchprodukten kein erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Schlaganfall bestehe. In einigen Studien sei sogar festgestellt worden, dass sich durch den Verbrauch dieser Produkte das Risiko für kardiovaskuläre Erkrankungen verringern lasse. Zudem senke ein erhöhter Konsum von Milch und Milchprodukten das Risiko für Bluthochdruck und Diabetes mellitus Typ 2 und erhöhe die Knochenstabilität.

Zusammenhang Milchverzehr und Krankheiten

Zwischen dem Milchverzehr und Krankheiten wie Adipositas, dem Metabolisches Syndrom und der Osteoporose konnte laut MRI in der Forschung bisher kein Zusammenhang festgestellt werden. Dagegen sei eine Abnahme des Risikos für Dickdarmkrebs nachgewiesen worden; allerdings auch, dass bei erhöhtem Verzehr von Milchprodukten das Prostatakrebsrisiko steige. Für Brustkrebs sowie für alle anderen Krebsarten gebe es keinen Hinweis auf eine Risikoerhöhung, erläuterten die MRI-Wissenschaftler.

Nach ihren Angaben ist noch unzureichend erforscht, ob bei Jugendlichen der Milchverzehr zu einem vermehrten Auftreten von Akne führt. Im Zusammenhang mit der Zahngesundheit erhöhten Milch und Milchprodukte das Kariesrisiko nicht, eine risikosenkende Wirkung sei jedoch auch nicht nachgewiesen worden. Die Studie „Ernährungsphysiologische Bewertung von Milch und Milchprodukten und ihren Inhaltsstoffen“ ist auf der Internetseite des MRI verfügbar.
 
Auch interessant