Login
Aus den Regionen

Minister Wenzel: Flächenausgleich statt Ersatzgeld

von , am
31.07.2013

Hannover - Mit der neuen Landesregierung wird es keinen Richtungswechsel bei Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen nach dem Bundesnaturschutzgesetz geben.

Umweltminister Stefan Wenzel (l.) im Gespräch mit den LAND & Forst-Redakteuren Sabine Hildebrandt und Ralf Stephan. © Hasemann
Während sich die schwarz-gelbe Vorgängerregierung dafür einsetzte, bei Eingriffen in Natur und Landschaft verstärkt das ebenfalls im Gesetz vorgesehene Ersatzgeld als Ausgleich zu fordern, besteht Rot-Grün auf der Realkompensation. Landwirte werden also auch in Zukunft Flächen abgeben müssen, um Beeinträchtigungen der Umwelt durch den Bau von Autobahnen, Gewerbegebieten oder Stromleitungen zu kompensieren. Das macht Umweltminister Stefan Wenzel im Interview mit der LAND & Forst deutlich, das in der aktuellen Ausgabe (31/2013) veröffentlicht wird.
 
Der Grünen-Politiker begründete die Position mit der Befürchtung, ein Ausgleich von Eingriffen durch die Zahlung von Ersatzgeld werde am Ende zu weniger Naturschutz führen. Er mache sich keine Illusion darüber, dass der Druck auf die knappen Flächen in der Landwirtschaft hoch bleiben werde, sagte Wenzel. Dafür gebe es aber überwiegend andere Ursachen.
 
Weitere Themen des Interviews sind der Hochwasserschutz, die Wiederherstellung von Mooren und die Weservertiefung. Das vollständige Interview lesen Sie hier.
 
Auch interessant