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Aus den Regionen

Naturschutz bremst Bauern aus Emsbüren

von , am
20.01.2015

Die Landwirte in der Gemeinde Emsbüren sind sauer. Der Grund sind Pläne des Landkreises Emsland, 1.200 ha Emsauen als Naturschutzgebiet (NSG) auszuweisen.

Angst um ihre Existenz haben die Landwirte, die an der Ems wirtschaften. Dort soll ein Naturschutzgebiet ausgewiesen werden. © Friederike Kuhlmann
Die Bauern aus der Region sprechen sich gegen die Ausweisung als Naturschutzgebiet aus, sie plädieren für ein Landschaftsschutzgebiet. Der Landkreis schockte die Bürger der Gemeinden Emsbüren, Salzbergen und der Stadt Lingen mit einer öffentlichen Bekanntmachung. Lediglich über die Tageszeitung erfuhren sie von den Plänen des Kreises, das bisherige FFH-Gebiet in ein NSG umzuwandeln.
 
Ihrem Unmut machten rund 40 Landwirte während eines Treffens Luft, zu dem das Landvolk nach Mehringen eingeladen hatte. Zu den 60 betroffenen Landwirten gehört Hermann van Werde. Sein 40 ha großer Betrieb liegt gänzlich im jetzigen FFH-Gebiet. 22 ha davon bewirtschaftet er als Ackerfläche. Er geht davon aus, dass seine Erträge schwinden, wenn die EU zusätzliche Auflagen für Naturschutzgebiete erlässt und er dann 'weder angemessen düngen, noch Pflanzenschutzmittel einsetzen' darf. Ein Großteil der Landwirte ist durchaus bereit, weitere freiwillige Maßnahmen für die Unterstützung des Naturschutzes zu unternehmen. Landwirt Benedikt Echelmeyer hat nichts gegen den Naturschutz. Er möchte 'den Betrieb lediglich wirtschaftlich weiterführen und im überschaubaren Maße weiterentwickeln, damit er zukunftsfähig bleibt.'
 
Mehr zu diesem Thema lesen Sie in der aktuellen Ausgabe der LAND & Forst 04/2015.

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