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Kartoffelanbau

'Nicola' ist Kartoffel des Jahres

AgE
am
25.01.2016

Berlin - Der "Arbeitskreis Kartoffel des Jahres" hat für dieses Jahr die Sorte "Nicola" ausgezeichnet. Ihre "Genügsamkeit" hat der Sorte den Titel eingebracht.

Wie der "Arbeitskreis Kartoffel des Jahres", ein zehnköpfiges Gremium aus Fachleuten, auf der Internationalen Grünen Woche (IGW) in Berlin mitteilte, war das entscheidende Kriterium für die Wahl von "Nicola" zur Kartoffel des Jahres die Genügsamkeit der Sorte. "Sie ist eine unkomplizierte Sorte, die auch bei schwierigen Wachstumsbedingungen relativ zuverlässige Erntemengen und gute Qualitäten erreicht", erklärte Wilfried Stegmann vom Kompetenzzentrum Ökolandbau Niedersachsen (KÖN).

Mit diesen Eigenschaften ist "Nicola" dem Arbeitskreis zufolge heute sowohl im Ökolandbau beliebt als auch in Regionen, die nicht unbedingt für ihren Kartoffelanbau bekannt sind. Dazu zählten Nordafrika und dort besonders Ägypten, wo es größere Bestände gebe.

Nicola: Alte Kartoffelsorte sehr beliebt

Nach ihrer Zulassung 1973 hätten zuerst die Niederländer Gefallen an "Nicola" gefunden. Dort sei sie auch heute noch außerordentlich beliebt. Die dortige Anbaufläche werde mit 3.500 ha angegeben. In Deutschland wachse die Sorte auf immerhin 500 ha. Das sei eine beachtliche Fläche für eine so alte Kartoffelsorte.

"Kartoffel des Jahres": jenseits von Massensorten

Die Auszeichnung "Kartoffel des Jahres" soll Knollen jenseits der Massensorten küren und damit auf die Vielfalt aufmerksam machen. In Deutschland sind rund 150 Speisekartoffelsorten zugelassen.

Der Arbeitskreis wird unter anderem gebildet von Vertretern der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL), des Anbauverbandes Bioland, der Stiftung Freilichtmuseum am Kiekeberg bei Hamburg, des KÖN, des Vereins Slow Food, des Verein zur Erhaltung und Rekultivierung von Nutzpflanzen in Brandenburg (V.E.R.N.) und des Vereins zur Erhaltung der Nutzpflanzenvielfalt (VEN).

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