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Trockenheit

Niedersachsen: Erste Waldbrände im Landkreis Osnabrück und Leer

dpa/Ini
am
15.09.2016

Ankum/Leer - Aufgrund von Waldbränden musste die Feuerwehr in den vergangenen Tagen im Landkreis Osnabrück und Leer ausrücken.

Aufgrund von Waldbränden musste die Feuerwehr in den vergangenen Tagen im Landkreis Osnabrück ausrücken. Dort brannten bei Ankum rund 3.000 Quadratmeter Nadelwald. Der etwa 350 Meter lange Abschnitt fing bereits vorgestern an zu brennen. Mehr als 120 Feuerwehrleute konnten das Feuer bis zum Abend löschen. Brandursache sei möglicherweise ein außer Kontrolle geratenes Lagerfeuer, die Polizei ermittele wegen fahrlässiger Brandstiftung. Auch ein angrenzendes Feld war betroffen, es entstand ein Schaden von rund 10.000 Euro.

Im Landkreis Leer gerieten bei Großwolde rund 1.000 Quadratmeter Moor in Brand. Nach Angaben eines Feuerwehrsprechers hatten Passanten das Feuer am späten Dienstagabend zufällig entdeckt. Der Brand sei schnell unter Kontrolle zu bringen gewesen, auch Wasser aus dem Güllewagen eines Landwirts kam zum Einsatz. Die Brandursache blieb ungeklärt.In Celle und Bergen stand der Waldbrandgefahrenindex weiter auf der höchsten Warnstufe 5. Besonders in den lichten Kiefernwäldern im Nordosten sei die Waldbrandgefahr hoch, hatten die Landesforsten zuvor gewarnt. Auch aus dem Wagen geworfene Kippen könnten Brände entfachen, Grillen sei nur an freigegebenen Plätzen erlaubt.

Feuerwehr unter 112

Aufmerksame Waldbesucher sollten bei verdächtiger Rauchentwicklung sofort die Feuerwehr unter 112 alarmieren. Bereits ab mittlerer Waldbrandgefahr ist die Überwachungszentrale in Lüneburg besetzt. Dort liefen derzeit die Bilder und Daten der 20 Überwachungskameras aus den sechs Landkreisen im nordöstlichen Niedersachsen zusammen.

Waldbrand auch im Vorharz

Zu einem Großeinsatz wurden die Brandbekämpfer in den Vorharz in Sachsen-Anhalt gerufen: Dort löschten rund 180 Feuerwehrleute und Helfer einen Waldbrand auf 3,5 Hektar Fläche. Das Gelände bei Langenstein in Sachsen-Anhalt müsse noch mehrere Tage auf Brandnester beobachtet werden, sagte der Einsatzleiter. Der Kiefernwald sei nur schwer zugänglich.

Es gebe keine Wege für die Löschtechnik. Deshalb sei die komplette Ausrüstung rund 800 Meter weit über 35 Höhenmeter getragen worden. Neben Helfern von 23 verschiedenen Feuerwehren seien auch Einsatzkräfte des Technischen Hilfswerks im Einsatz gewesen. Der Brand war am späten Dienstagabend aus noch unbekannter Ursache ausgebrochen.

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