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Gemüseanbau

Niedersachsen: Kohlsaison allerorten

Blumenkohl
Landvolk Pressedienst
am
11.10.2016

Ob Rot-, Weiß- oder Wirsingkohl, China-, Grün- oder Blumenkohl, Rettich oder Radieschen. In Niedersachsen wird das Gemüse auf mehr als 2.800 Hektar angebaut.

Die Kohlsaison in Niedersachsen mit 2.800 Hektar Anbaufläche läuft. Mit der diesjährigen Ernte sind die Anbauer bislang weitgehend zufrieden. Übers Jahr bietet das Gemüse Abwechslung und vielseitige Verwendung in der Küche. Im Angebot sind Kopfkohlsorten wie Rot-, Weiß- und Wirsingkohl, Blattkohl als China-, Grün- oder  Blumenkohl, Broccoli und Kohlrabi bis hin zum Wurzel- und Knollengemüse wie Steckrüben, Rettich und Radieschen.

Der Kohl braucht Wasser, und die meisten Sonderkulturbetriebe haben die Möglichkeit, ihre Flächen zu bewässern. Erich Klug, Anbauberater der Landwirtschaftskammer für Gemüsebaubetriebe, ist gut informiert: „Die Anbauer haben in diesem Jahr auch die von den Kunden gewünschten Qualitäten und Mengen geerntet.“

Gemüsebauer haben wettertechnisch Glück gehabt

Im Gegensatz zu den Kollegen im Süden haben die hiesigen Gemüsebauern mit Blick aufs Wetter noch Glück gehabt, von schlimmen Unwettern, Überschwemmungen, Hagel und Pilzbefall wurden sie weitgehend verschont. „Trockene Jahre sind zwar auch schwierig, aber wenn die Beregnung stimmt, fallen Erträge und Qualitäten besser aus als in regenreichen Jahren. Dann sind die Felder kaum befahrbar.“

Der goldene Herbst verlängert aktuell die Saison für Frischgemüse. Die warmen Spätsommertage ließen die Pflanzen auf einigen Feldern sogar fast zu schnell heranwachsen. So lange es noch keinen Frost gibt, können alle Kohlsorten und sogar Salate oder Bohnen noch geerntet werden.

Bei Grünkohl bestimmt die Nachfrage den Saisonbeginn

Mit den bald zu erwartenden tieferen Temperaturen steigt dann der Appetit auf Deftiges mit herzhaften Beilagen wie Rosenkohl oder Grünkohl, eine besondere Spezialität der niedersächsischen Gemüseerzeuger. Die Nachfrage bestimmt hier den Saisonbeginn, denn diesen  Gemüsearten kann der Frost wenig an haben. Sie werden noch bis in den Winter hinein geerntet.

In Niedersachsen hat sich die Verarbeitungsindustrie weitgehend zurückgezogen. Die Erzeuger bedienen hauptsächlich den Frischmarkt. Einige nutzen auch das Potenzial zunehmender Regionalität und bieten ihr Gemüse im Direktabsatz ab Hof oder auf dem Wochenmarkt an.  Dies kann aber nur eine Nische für wenige Anbauer sein, der Löwenanteil an Gemüse wird heute über die großen Ladenketten verkauft. Überall aber spielen Frische und Qualität sowie die ausreichende Lieferfähigkeit und natürlich der Preis eine große Rolle.

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