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Kurz & Knapp

Niedersachsen-Newsticker: Von Stallbrand bis Faulbrut

Stallbrand-Feuer
Stallbrand © pixabay.com
von , am
07.11.2017

Vom Stallbrand über Ponyquälerei bis zum Nachweis der Amerikanischen Faulbrut: Hier unser Niedersachsen-Newsticker über die vergangene Woche.

Mehr als 100 Einsatzkräfte der Feuerwehr kämpften bei einem Stallbrand in Rechterfeld (Landkreis Vechta) gegen die Flammen. Ein Stallgebäude stürzte bei dem Brand ein. Sechs Bullen, drei Ponys, ein Esel und ein Pferd verendeten.

Beschädigt wurde auch der angrenzende Schweinestall. 400 Schweine mussten vom Amtstierarzt getötet werden. Die Polizei ermittelt zur Brandursache.

Treckerfahrer übersieht Auto

Schwer verletzt wurde eine Autofahrerin in Dötlingen (Landkreis Oldenburg) beim Zusammenstoß mit einem Trecker. Der Treckerfahrer wollte eine Straße überqueren und übersah dabei die 67-jährige Frau. Die Beifahrerseite des Autos wurde von einer angebauten Gabel am Trecker massiv beschädigt.

Betrunken am Steuer

Einen betrunkenen Treckerfahrer stoppte die Polizei in Neerstedt (Landkreis Oldenburg). Der 36-jährige Landwirt fiel den Beamten wegen seiner unsicheren Fahrweise auf.

Die Polizisten stellten eine Atemalkoholkonzentration von 1,36 Promille fest. Eine Blutprobe wurde entnommen, der Führerschein sichergestellt und ein Strafverfahren eingeleitet.

Tierquälerei: Zeugen gesucht

Unbekannte haben zwei Ponys in Heinde (Landkreis Hildesheim) gequält. Sie verklebten die Beine der Tiere und versetzten das Trinkwasser mit Benzin. Die Ponys konnten davon abgehalten werden, das Gemisch zu trinken.

Die Vorfälle hatten sich bereits in der Nacht zu Montag vor einer Woche ereignet, die Polizei hatte zunächst nicht darüber berichtet, sucht nun aber Zeugen.

Wahrzeichen zersägt

Das Wahrzeichen der Osnabrücker Kultkneipe „Grüner Jäger“, eine 100 Jahre alte Kastanie im Wintergarten, ist Geschichte. Zum Verhängnis wurden ihr die Miniermotte und ein Bakterium, das die äußere Schicht der Rinde aufplatzen lässt.

Stück für Stück wurde der Baum zersägt und über das Dach der Kneipe abtransportiert. Teile der Kastanie sollen als Holzschnitzereien im „Grünen Jäger“ an sie erinnern.

Bürgerinitiative gegen Biolegehennenstall

Auch nach sieben Jahren Planung ist ungewiss, ob ein Landwirt in Meppen (Landkreis Emsland) einen Biolegehennenstall für 21.000 Tiere bauen darf. Bei der Prüfung der Antragsunterlagen stellte die Stadt eine Abweichung zwischen den aktuell genehmigten und den vorhandenen Nutzungen der bestehenden Gebäude fest.

Der Landwirt reichte erneut Unterlagen zur Klärung des Falles ein. Gegenwind für das Bauvorhaben kommt von einer Bürgerinitiative, der in erster Linie Bewohner eines Meppener Wohngebietes angehören.

Sperrbezirk wegen Faulbrut

Bei einem Bienenvolk im Göttinger Stadtteil Weende wurde die Amerikanische Faulbrut nachgewiesen. Die Tierseuche befällt ausschließlich die Brut von Honigbienen. Die von den Bakterien befallene Brut stirbt und wird zersetzt. Zum Schutz anderer Bienenvölker hat der Landkreis Göttingen eine Sperrzone mit einem Radius von zwei Kilometern um den befallenen Bienenbestand eingerichtet. 

Im Sperrbezirk muss jeder, der Bienen hält, dies unverzüglich anzeigen beim Fachbereich Veterinärwesen und Verbraucherschutz (0551/525-2493) sowie alle Bienenvölker und Bienenstände im Sperrbezirk unverzüglich (jedoch nach Absprache) auf Amerikanische Faulbrut amtstierärztlich untersuchen lassen.

Bewegliche Bienenstände dürfen von ihrem Standort nicht entfernt werden, ebenso dürfen Bienenvölker, lebende oder tote Bienen, Waben, Wabenteile, Wabenabfälle, Wachs, Honig, Futtervorräte, Bienenwohnungen und benutzte Gerätschaften nicht aus den Bienenständen entfernt werden. Ferner dürfen Bienenvölker oder Bienen nicht in den Sperrbezirk verbracht werden.

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