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Niedersachsen: Silomaisernte noch bis Mitte Oktober

von , am
28.09.2015

Oldenburg - In den südlichen und östlichen Teilen Niedersachsens hat die Silomaisernte begonnen. Im Vorjahresvergleich können die Landwirte wegen der verzögerten Abreife aber erst später mit dem Häckseln beginnen.

Insgesamt wird in diesem Jahr in Niedersachsen auf 517.000 ha Silomais angebaut. © Mühlhausen/landpixel
Wie die Landwirtschaftskammer Niedersachsen vergangene Woche mitteilte, erlebte insbesondere der Norden des Bundeslandes einen sehr kühlen und trockenen Frühsommer. Entlang der Küste wird die Ernte der frühen Sorten deshalb erst Anfang Oktober starten können. Mittelfrüh abreifende Sorten können zum Teil erst Mitte Oktober eingebracht werden.

Großteil zur Viehfütterung

Insgesamt wird in diesem Jahr in Niedersachsen auf 517.000 ha Silomais angebaut. Damit haben die Landwirte das Produktionsareal im Vorjahresvergleich um 0,8 % eingeschränkt. Der überwiegende Teil der Fläche wird mit gut 300.000 ha für die Erzeugung von Silage für die Fütterung des Viehs genutzt. Der Silomais auf den restlichen etwas mehr als 200.000 ha wird als Gärsubstrat für Biogasanlagen zur Gas-, Strom- und Wärmeerzeugung verwendet.

Trockenmasse bestimmt optimalen Erntezeitpunkt

Den optimalen Erntezeitpunkt erreicht Silomais mit einem Gehalt an Trockenmasse (TM) von 32 % bis 35 %. Bei zu niedrigen Werten sind der höchste Ertrag und Stärkegehalt noch nicht erreicht, und oberhalb von 35 % TM wird die Pflanze holzig. Das erschwert die Konservierung und schmecke zudem den Rindern nicht. Die Kammer wies in dem Zusammenhang auf die von ihr regelmäßig veröffentlichte Maisreifeprüfung hin, mit der man den Landwirten bei der Wahl des besten Erntetermins helfen wolle.
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