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Niedersachsen: Vereinbarung schützt hochtragende Rinder

von , am
23.09.2015

Hannover - 23 Akteure, darunter Schlachtunternehmen und landwirtschaftliche Organisationen, haben heute die "Niedersächsische Vereinbarung zur Vermeidung der Schlachtung tragender Rinder" unterzeichnet.

Bevor ein Rind zur Schlachtung gebracht wird, hat sich der Landwirt zu vergewissern, dass keine fortgeschrittene Trächtigkeit vorliegt. © Mühlhausen/landpixel
Auf die "Niedersächsische Vereinbarung zur Vermeidung der Schlachtung tragender Rinder" haben sich heute insgesamt 23 Unterzeichner geeinigt, darunter Schlachtunternehmen, landwirtschaftlichen Organisationen, Transporteure, Viehvermarkter, kommunalen Verbänden sowie Organisationen der Tierärzte und des Tierschutzes. Und noch andere Akteure hätten ihr Interesse an einer Unterzeichnung bekundet, sagte Landwirtschaftsminister Christian Meyer im Rahmen einer Pressekonferenz.

Erzeugerbetriebe verpflichten sich

In der Vereinbarung heißt es, dass das Schlachten von Rindern, die sich im letzten Drittel der Trächtigkeit befinden, beendet werden soll. Die Unterzeichner erklären überdies auch ihre ethische Verantwortung und ihren Willen, Rinderföten vor Leiden und Schmerzen zu bewahren, indem die Schlachtung tragender Rinder vermieden wird. Dazu gehört die Verpflichtung des Erzeugerbetriebes sicherzustellen, dass Rinder im fortgeschrittenen Trächtigkeitsstadium nicht mehr geschlachtet werden.

Bei fortgeschrittener Trächtigkeit Kalbung abwarten

Bevor ein Rind zur Schlachtung gebracht wird, hat sich der Landwirt zu vergewissern, dass keine fortgeschrittene Trächtigkeit vorliegt. Ansonsten muss er die Kalbung abwarten. Die Transportunternehmen und Schlachthöfe verpflichten sich, sich von ihren Geschäftspartnern schriftlich bestätigen zu lassen, dass das zur Schlachtung abgegebene Rind nicht im letzten Drittel der Trächtigkeit ist. Auch eine Information der zuständigen Veterinärbehörde bei festgestellter Trächtigkeit im Schlachtbetrieb ist vorgesehen. Die Vereinbarung gilt, bis eine konkrete rechtliche Regelung für den Schutz von Rinderföten und die Schlachtung von Rindern im fortgeschrittenen Trächtigkeitsstadium erfolgt ist.
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