Login
Kartoffelanbau

Niedersachsens Kartoffeln in 135 Ländern begehrt

Landesamt für Statistik Niedersachsen/Vehling
am
06.01.2016

Im vergangenen Jahr wurden in Niedersachsen nach den endgültigen Ernteergebnissen insgesamt über 5 Mio. Tonnen Kartoffeln geerntet. Das war ein Prozent mehr als im Vorjahr. Ein Drittel, rund 67 % davon werden als Industriekartoffeln zu Stärke, zu Kartoffelchips oder Fertigprodukten wie Kartoffelbrei weiterverarbeitet.

Lediglich ein Drittel der Erntemengen kommen als Speisekartoffeln auf den Tisch. Rein rechnerisch sind das 652 kg Kartoffeln pro Person in Niedersachsen. Da diese Menge in Niedersachsen nicht gegessen werden kann, findet nicht nur ein Versand über Landesgrenzen sondern auch über die Bundesgrenze hinaus statt. Die Weiterverarbeitung, insbesondere der Stärkekartoffeln, erfolgt zum großenteil in Niedersachsen. Neben der Herstellung von Kartoffelstärke arbeiten allein 20 Unternehmen im Jahr 2014 in Niedersachsen in der Branche Kartoffelverarbeitung. Dazu gehört die Weiterverarbeitung und Haltbarmachung von Kartoffeln, beispielsweise als dehydriertes Kartoffelpüree, Kartoffelchips, -snacks, -mehl oder Kartoffelflocken, sowie geschälte Kartoffeln.

Mehr Menge ausgeführt

902.661 Tonnen dieser Waren im Wert von rund 510 Mio. Euro wurden außerhalb Niedersachsens vermarktet, von der frischen Knolle über gekochte, gefrorene, geschnittene, zerkleinerte und gewürzte Kartoffeln. Die in Niedersachsen geernteten Kartoffeln und die daraus hergestellten Produkte fanden Abnehmer in 135 Länder weltweit. Zwischen Niedersachsen und den Niederlanden werden die größten Kartoffelmengen ex- und importiert. Weitere wichtige Handelspartner sind Dänemark, Italien, Polen und das Vereinigte Königreich. Im Vergleich zum Vorjahr stieg die ausgeführte Menge um gut 6 %, der Warenwert legte um fast 5,4 % zu.

Im Jahr 2014 wurden Kartoffeln und Kartoffelerzeugnisse im Umfang von 151.148 Tonnen und einem Wert von gut 64 Mio. Euro aus 32 Ländern der Erde nach Niedersachsen eingeführt. Nach den Niederlanden waren die Hauptlieferländer Dänemark, Ägypten, Spanien sowie Polen. Die importierte Menge von Kartoffeln und Kartoffelerzeugnissen ging gegenüber dem Vorjahr um fast 13 % zurück, deren Wert sank sogar um rund ein Viertel.

Auch interessant