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Aus den Regionen

Niedersächsische Landjugend: 72 Stunden auf Hochtouren

von , am
28.05.2015

Drei Tage und Nächte auf Hochtouren arbeiten: Das werden über 3.000 niedersächsische Landjugendliche ab heute 18 Uhr bei der legendären 72-Stunden-Aktion - ein Teilnehmerrekord!

In diesem Jahr beteiligen sich soviel Ortsgruppen wie noch nie. © Mühlhausen/landpixel
98 angemeldete Ortsgruppen der Niedersächsischen Landjugend (NLJ), das sind über 3.000 Jugendliche, die heute um 18 Uhr in den Startlöchern zur 72-Stunden-Aktion stehen. Welche Aufgaben genau zu erfüllen sein werden, bleibt bis dahin streng geheim. Ein "Agent" aus einem anderen Verband wie den Landfrauen oder dem Landvolk, dem Gemeinderat oder der Kirchengemeinde im Dorf hat sich zusammen mit den Bildungsreferenten der NLJ etwas überlegt. Die Aufgaben sind individuell und kreativ, im Interesse der Jugendlichen und der Region oder des Dorfes.

Große Resonanz

In 72 Stunden den Dorfplatz neu gestalten, den Kindergarten renovieren oder einen Wanderweg bauen ist eine Herausforderung, das weiß auch Dierk Brandt. Deshalb freut sich der NLJ-Vorsitzende ganz besonders auf die große Resonanz in diesem Jahr: "Noch nie zuvor haben so viele Ortsgruppen mitgewirkt, ein Rekord, der zeigt, wie engagiert die jungen Leute auf dem Land sind!" Hilfe ist bei der Erfüllung der Aufgabe ausdrücklich erwünscht. Unter dem Motto "Geht nich, Gibt’s nicht" sind alle aufgerufen, tatkräftig mit anzupacken, und sich mit handwerklichem Geschick, Kreativität oder auch der Verpflegung der Teams für das Projekt einzusetzen.
 
Beim offiziellen Startschuss zur 72-Stunden-Aktion in Walsrode wird Niedersachsens Ministerpräsident Stefan Weil als Ehrengast erwartet. Über 70 Abgeordnete und Vertreter aus anderen Verbänden haben sich angemeldet, die verschiedenen Ortsgruppen zu besuchen. In den Regionalbüros und der Geschäftsstelle der Landjugend laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren. "Wir wollen natürlich alle Ortsgruppen bei der Herausforderung besuchen, und das ist gar nicht so einfach. Wir haben Teams eingeteilt, die jeweils eine bestimmte Route abfahren. So können wir in 72 Stunden alle 98 Gruppen aufsuchen", freut sich NLJ-Bildungsreferent Jorrit Riekmann.

Seit 20 Jahren

Seit 1995 veranstaltet die NLJ die 72-Stunden-Aktion alle vier Jahre. In diesem Jahr feuert Schirmherrin Eva Brenner die Jugendlichen an: "Ich bin wahnsinnig gespannt, welch tolle Projekte in der Kürze der Zeit umgesetzt werden", sagt die Moderatorin der Sendung "Zuhause im Glück". Gemeinsam anpacken, etwas für die Dorfgemeinschaft tun und anschließend den Erfolg zusammen feiern, dafür steht diese Aktion.
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