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Niedrige Schlachtschweinepreise: Sauenhalter leiden

von , am
07.11.2014

Die abgestürzten Schlachtschweinepreise haben auch die Ferkelpreise mit nach unten gezogen. LAND&Forst hat den Sauenhalter Lars Prigge besucht. Er fordert gerechtere Ferkelpreise.

Lars Prigge © Prigge

Lars Prigge aus Brest, Landkreis Stade, gehört mit 100 Sauen zu den eher kleineren Ferkelerzeugern. Er verkauft ca. 240 Ferkel im Monat: "Von der 25. bis zur 40. Kalenderwoche (KW) diesen Jahres ist die Ferkelnotierung von 61 Euro auf 35 Euro eingebrochen, das sind -26 Euro. Rechnet man die etwas gesunkenen Futterpreise dagegen, sind es unter dem Strich immer noch fast 24 Euro pro Ferkel weniger. Das heißt für uns 5.700 Euro weniger Erlös im Monat", rechnet Prigge vor. Ein Bestand von 400 Sauen musste damit auf bald 20.000 Euro/Monat verzichten.

Krise der Sauenhalter

Dazu hat er folgende Kostenrechnung aufgemacht: In der 25. KW lag die Schlachtnotierung bei 1,71 Euro/kg SG und die VEZG-Ferkelnotierung bei 61 Euro/28-kg-Ferkel. In der 40. KW lag die Schlachtschweinenotierung nur noch bei 1,40 Euro/kg SG, das sind 0,31 Euro/kg SG weniger. Bei 95 kg SG errechnet sich ein Mindererlös von 29,45 Euro. "26 Euro hiervon und damit den Löwenanteil tragen wir in Form der gesunkenen Ferkelpreise", rechnet der Vorsitzende des Arbeitskreises Sauenhaltung beim Landvolk weiter.
 
Wenn man dann noch die gesunkenen Futterkosten miteinrechnet, so Prigge, kommt der Mäster in der 40. KW sogar auf ein positives Ergebnis, sprich, er erlöst mehr pro Tier als in der 25. KW, als die Notierung noch bei 1,71 Euro lag. "Wir haben derzeit Vollkosten von ca. 65 Euro/Ferkel, davon sind wir bei einer Notierung von 35 Euro sehr weit entfernt", kritisiert er. Für ihn ist der Preiseinbruch bei der Schlachtschweinenotierung denn auch keine Krise der Zukaufsmäster, sondern in erster Linie der Sauenhalter, die ihre Ferkel unter Gestehungskosten verkaufen müssen.
 
 
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