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Öko-Hühnerfutter: Belastete Proben in zwei Betrieben

von , am
13.01.2015

Hannover - Zwei Bio-Legehennenbetriebe im Weser-Ems-Gebiet dürfen wegen belastetem Futter in den nächsten sechs Wochen ihre Produkte nur als konventionelle Ware vermarkten.

Das belastete Futter enthält aus der Ukraine stammenden Bio-Sonnenblumenpresskuchen. © Mühlhausen/landpixel
Zwei weitere Bio-Legehennenbetriebe im Weser-Ems-Gebiet dürfen in den nächsten sechs Wochen weder Eier noch Schlachterzeugnisse als Öko-Produkte vermarkten. Grund für diese Anordnung sind amtliche Untersuchungsergebnisse von Futterproben in diesen Betrieben. Das Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (LAVES) hat festgestellt, dass das an die beiden Öko-Legehennenhalter gelieferte Mischfutter eines Futtermittelherstellers aus Mecklenburg-Vorpommern Pflanzenschutzmittelrückstände aufwies.

Belasteter Bio-Sonnenblumenpresskuchen als Ursache

Den beiden Betrieben war bereits nach Bekanntwerden des Verdachts in der vergangenen Woche vorsorglich die Bio-Vermarktung untersagt worden. Die Ursache der Kontaminierung liegt den Untersuchungen zufolge erneut in aus der Ukraine stammenden Bio-Sonnenblumenpresskuchen. Die jetzt betroffene Charge ist demnach von einem niederländischen Händler über den Hafen Brake nach Mecklenburg-Vorpommern geliefert und dort weiterverarbeitet worden. Wie die dortigen Behörden mitteilten, seien in Mecklenburg-Vorpommern jetzt 22 landwirtschaftliche Betriebe für die Bio-Vermarktung gesperrt worden. Unter den weiteren 30 Betrieben, die in anderen Bundesländern aus Mecklenburg-Vorpommern beliefert wurden, befinden sich auch die zwei Betriebe aus Niedersachsen.

Lieferung über Rotterdam

Bereits im Dezember 2014 waren 18 niedersächsische Betriebe wegen der Verfütterung von belastetem Futter für die Bio-Vermarktung gesperrt worden. Das Futter wurde in einer Lieferung über Rotterdam eingeführt und in den Niederlanden verarbeitet. Weil in der ökologischen Tierhaltung nur Futter eingesetzt werden darf, das den Anforderungen der Verordnung für den biologischen Landbau entspricht, dürfen dementsprechend Eier nicht als Öko-Ware vermarktet werden. Die Proben der Eier hatten allerdings im Dezember vorigen Jahres in allen Fällen keinen Nachweis von Pflanzenschutzmittel-Rückständen ergeben. Von einer Gesundheitsgefährdung der Verbraucher ist deshalb nicht auszugehen.
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