Login
Aus den Regionen

Osnabrücker Kühe bleiben Spitze

von , am
05.01.2015

Die Kühe der Osnabrücker Herdbuch-Genossenschaft beeindrucken deutschlandweit erneut mit ihrer hohen Milchleistung: Im Jahr 2014 waren das durchschnittlich 9.887 kg Milch pro Kuh.

Kühe der Osnabrücker Herdbuch-Genossenschaft liefern deutlich mehr Milch als der bundesweite Durchschnitt von 8.381 kg. © Mühlhausen/landpixel
Damit liegt die Leistung der Kühe der Osnabrücker Herdbuch-Genossenschaft deutlich über dem bundesweiten Mittel von 8.381 kg. Vor zehn Jahren hatten die Osnabrücker Schwarzbunten mit einer Durchschnittsleistung von 8.805 kg diesen Wert schon deutlich übertroffen, bundesweit erreichte die Milchleistung aller von der Milchleistungsprüfung kontrollierten Kühe damals 7.976 kg Milch.

Bundesländer im Vergleich

In Niedersachsen standen laut der aktuellen Bilanz 775.667 Kühe in 8.620 Betrieben unter Milchleistungskontrolle. Die Durchschnittsleistung betrug 8.861 kg Milch. Auffallend ist die hohe Leistung der ostdeutschen Bundesländer. Sie liegen alle fünf zwischen 9.200 und 9.367 kg, allerdings ist die Gesamtzahl der kontrollierten Kühe mit gut 100.000 bis knapp 185.000 je Bundesland hier deutlich geringer als in den meisten westdeutschen Ländern.
 
Unter dem bundesweiten Schnitt liegen  die süddeutschen Bundesländer Baden-Württemberg und Bayern mit 7.537 beziehungsweise 7.539 kg. Hier überwiegen sogenannte Zweinutzungsrinder, die nicht nur Milch geben, sondern auch Fleisch ansetzen sollen.

Jahreswitterung positiv

Für den Leistungszuwachs gibt es verschiedene Gründe. Das Plus gegenüber dem Vorjahr - in Osnabrück gut 150 kg, in Niedersachsen knapp 60 kg - lässt sich mit der Jahreswitterung erklären. Der Sommer 2013 war für die Bedürfnisse einer Kuh deutlich zu heiß und verursachte Abstriche bei der Qualität des Grundfutters.
 
Leistungszuwächse über einen längeren Zeitraum erklären Fachleute mit einem erheblich besseren Management der gesamten Herde als in früheren Zeiten und auch mit züchterischem Erfolg. Hier erwarten sich in die Züchter mit modernen Zuchtmethoden, der genomischen Selektion, noch weitere Erfolge. "Wir können das Leistungsvermögen unserer Zuchttiere noch genauer vorher schätzen", erklärt OHG-Mitarbeiter Dr. Andreas Kandzi. Die Züchter rücken dabei unter anderem die lange Lebensdauer und die hohe Fruchtbarkeit der Kühe in den Vordergrund.

Video: Ausbilder mit Leidenschaft

Auch interessant