Login
Aus den Regionen

Regionalentwicklung: Mehr EU-Geld bewilligt

von , am
24.04.2015

Hannover - Niedersachsen unterstützt in der bis 2020 laufenden EU-Förderperiode mit insgesamt 61 Regionen fast flächendeckend ausgewählte Projekte zur Regionalentwicklung.

Rund 100 Millionen Euro EU-Gelder fließen in das sogenannte Leader-Programm. © Mühlhausen/landpixel
Mehr Geld aus Brüssel für die Regionalentwicklung: In der bis 2020 laufenden EU-Förderperiode werden in Niedersachsen fast flächendeckend ausgewählte regionale Entwicklungsprojekte unterstützt: "Soviel Geld hat es noch nie gegeben für die Regionen in Niedersachsen", sagte Landwirtschaftsminister Christian Meyer (Grüne) am Donnerstag in Hannover bei der Vorstellung der ausgewählten Fördergebiete, insgesamt 61 Regionen. Gefördert werden etwa Naturschutz- und Kulturprojekte, der Bau von Wanderwegen, Dorfläden, Jugendtreffs, Aussichtstürmen oder die Umnutzung historischer Gebäude oder auch Bootsanleger.

100 Mio. für das Leader-Programm

Rund 100 Millionen Euro EU-Gelder fließen in das sogenannte Leader-Programm, über das 41 statt wie früher 32 Regionen unterstützt werden. Je nach Größe erhalten sie 2,4 bis 2,8 Millionen Euro für die EU-Förderperiode bis 2020 - im vergangenen Zeitraum waren es 2 Millionen Euro. 20 Prozent der Kosten müssen bei diesen Projekten von anderen Geldgebern finanziert werden. Das Programm ist Teil der insgesamt 1,1 Milliarden Euro Fördermittel, die Niedersachsen Ende 2013 für den ländlichen Raum zugesagt bekommen hat.

ILE-Programm fördert 20 Regionen

Daneben wurden auch 20 Regionen ausgewählt, die nach dem ILE-Programm (Integrierte Ländliche Entwicklung) gefördert werden. Anders als die über das Leader-Programm geförderten Regionen verfügen sie aber nicht über eigene Finanzmittel. Ihnen werden vielmehr Regionalmanager zur Verfügung gestellt, die bei Planungen und auch EU-Förderanträgen helfen, um weitere Förderung einzuwerben. Das Programm hat ein Volumen von insgesamt 12,5 Millionen Euro.
 
Meyer betonte bei der mit der Europa-Staatssekretärin Birgit Honé gemeinsam durchgeführten Veranstaltung, dass nur wenige Regionen wie Achim oder Delmenhorst keine Förderung beantragt hätten. Über die Verwendung der Gelder können die Bürgermeister nicht allein entscheiden, sondern nur im Verbund mit betroffenen Vereinen, Verbänden oder Initiativen.
 
Auch interessant