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Rohstoff für Pommes wird knapp

von , am
20.10.2015

In Deutschland wird das Angebot an großen Kartoffelknollen, wie sie für die Produktion von Pommes frites benötigt werden, in diesem Jahr knapp. Darauf hat der Deutsche Bauernverband (DBV) jetzt hingewiesen. Die Trockenheit und die Hitzewelle der vergangenen Wochen seien auch an den Kartoffelbeständen nicht spurlos vorübergegangen, erläuterte der DBV. Auf leichten Böden, die nicht beregnet werden konnten oder wo Niederschläge ausblieben, müsse mit Ertragseinbußen von 20 % und mehr gerechnet werden. Landwirte mit festen Abnahmeverträgen gegenüber Pommes frites- und Chipsherstellern könnten ihre vertraglichen Verpflichtungen teilweise nicht erfüllen und müssten teure Zukäufe verkraften.
So genannte fritierbare Ware für die Herstellung von Pommes frites werde mittlerweile im gesamten Bundesgebiet gesucht. Auch Knollen, die ursprünglich nicht für die Produktion von Pommes frites gedacht gewesen seien, könnten zu der beliebten Beilage verarbeitet werden. Ebenfalls Probleme hätten in diesem Jahr die vertraglich gebundenen Stärkekartoffelanbauer, teilte der DBV weiter mit. Weil diese Erzeuger in der Regel ohne Beregnung auskommen müssten, befürchteten sie, ihre Liefermengen an die Stärkefabriken nicht einhalten zu können. Gemessen an der Erntemenge ist Deutschland das Kartoffelland Nummer eins in der Europäischen Union.
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