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Saatgut: Hochwertig und gesund muss es sein

von , am
03.06.2015

Bundesweit werden auf mehr als 181.000 Hektar Getreide, Gräser, Leguminosen, Ölpflanzen, Rüben oder Kartoffeln zur Saatguterzeugung angebaut. Rund 29.000 ha davon in Niedersachsen.

Als Vermehrungsflächen eignen sich vor allem Standorte, auf denen Bodenverhältnisse und Witterung bestmöglich zu den Ansprüchen der entsprechenden Pflanze passen. © Mühlhausen/landpixel
Allein mehr als 18.000 ha sind für die Saatguterzeugung von Getreide und Mais reserviert, so eine Statistik des Bundesverbandes Deutscher Pflanzenzüchter. Langfristig entwickelten sich die Vermehrungsflächen in Niedersachsen immer positiv. Schwankungen des Marktpreises der jeweiligen Frucht drücken allerdings kurzfristig den Vermehrungsflächen ihren Stempel auf. Eine wichtige Kennziffer für die niedersächsischen Landwirte ist die Vermehrungsfläche von Wintergetreide. Diese wird 2015 laut einer Meldung der Landwirtschaftskammer Niedersachsen mit noch vorläufigen Zahlen auf 16.411 ha geschätzt. Somit fällt sie um 699 ha geringer aus als im Vorjahr. Mehr als 45 Prozent entfallen auf den Winterweizen und davon wiederum mehr als die Hälfe auf die sieben bedeutendsten Sorten der insgesamt 104 vermehrten Sorten.

Sortenverteilung als Trend

Die Sortenverteilung der Vermehrungsflächen gibt den Ackerbauern schon früh einen Trend für den eigenen Anbau im kommenden Jahr vor. Für die Produktion hochwertigen Saatguts und gesunder Pflanzkartoffeln gelten die strengen Regeln der Saatgutverordnung und der Pflanzkartoffelverordnung. Als Vermehrungsflächen eignen sich vor allem Standorte, auf denen Bodenverhältnisse und Witterung bestmöglich zu den Ansprüchen der entsprechenden Pflanze passen. Der Krankheits- oder Schädlingsdruck benachbarter Flächen und das Anbaumanagement sind weitere wichtige Kriterien. Außerdem müssen Abstandsregeln zu artverwanden Kulturen eingehalten werden, um die Reinheit der Sorten zu gewährleisten. Landwirte, die für Saatgut vermehren, müssen bestimmte Richtlinien einhalten und ihre Flächen zur Feldbesichtigung je nach Pflanzenart bis zu vier Mal besichtigen lassen.
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