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Schaf- und Ziegenmilch: Eine gute Nische

von , am
23.02.2015

Göttingen - Schaf- und Ziegenmilchprodukte stellen sehr wertvolle Lebensmittel dar und erfreuen sich seit Jahren steigender Beliebtheit.

Die Haltung von Ziegen erfreut sich zunehmender Beliebtheit. © Mühlhausen/landpixel
Die Haltung von Milchschafen und -ziegen hat in den vergangenen zehn Jahren erheblich an Bedeutung gewonnen. In Niedersachsen fehlt jedoch eine Molkerei, die diese Milch verarbeitet. An der Milchschaf- oder -ziegenhaltung Interessierte müssen daher die Milch selber verkäsen und den Käse dann selber verkaufen.

Vorzugsmilch rechnet sich nicht

Genau in diese Aufgabe ist Herbert Prunzel-Ulrich aus Landolfshausen bei Göttingen vor 34 Jahren hineingewachsen. „Mit der Zeit haben wir gelernt, dass es eine gute Nische ist“, sagt er. Er stellt aus der Milch seiner mittlerweile auf 60 Ziegen und 40 Schafe angewachsenen Herde Weichkäse her, der nach einer kurzen Lagerzeit verkaufsfähig ist. Obwohl auch die Nachfrage nach Milch da ist, schrecken ihn die hohen Auflagen und Kontrollkosten ab. „Ich kenne keinen Betrieb, der Vorzugsmilch herstellt“, sagt er. Wenn Milch übrig ist, wird sie zu Schnittkäse verarbeitet.


Nach der Winterpause hat er nun die Käseherstellung wieder aufgenommen. Im Schnitt sind bei den Schafen je nach Rasse Milchleistungen zwischen 250 und 450 kg pro Jahr realistisch, bei Ziegen können es deutlich mehr sein (bis zu 1000 kg und mehr). Prunzel-Ulrich schätzt aber noch etwas anderes an den kleinen Milchtieren: „Sie passen gut zu uns Menschen“, schmunzelt er. Es sei einfach nett, mit Ziegen zusammen zu arbeiten. Schulklassen böten sie zudem den optimalen Zugang zur Landwirtschaft.


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