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Aus den Regionen

Schafhalter Ostmann: "Jetzt reicht es, Herr Minister Wenzel!"

von , am
04.02.2015

Vechta - Mit einem toten Schaf reiste Sebastian Ostmann am Dienstag von Vechta nach Hannover zum Umweltministerium.

Staatssekretärin Almut Kottwitz im Gespräch mit Sebastian Ostmann. © privat
Damit wollte der 18 Jahre alte Herdbuchzüchter auf die Situation der Schafhalter in seiner Heimat aufmerksam machen. Seit Anfang November wurden bereits 40 Tiere vermutlich von einem Wolf getötet, der Kreis Vechta gehört aber nicht in das Förderprogramm des Landes. Deshalb hatte Ostmann auch einen Offenen Brief im Gepäck. Darin heißt es: "Die Schafhalter sind empört darüber, dass drei Monate nach den durch die Wolfsberater von den Kadavern genommenen DNA-Proben noch immer keine Ergebnisse vorliegen. Die wiederum sind Voraussetzung für eine Förderung zum Schutz der Schafe." Ostmann und seine Berufskollegen fordern weiter, dass wolfstypischen Spuren bereits als Nachweis gelten, die Fördersumme deutlich aufgestockt wird und Problemwölfe wie in Vechta entfernt werden.
Staatssekretärin Almut Kottwitz diskutierte mit den Schafhaltern, die auch aus Diepholz gekommen waren. Unterstützung erhielten die Nutztierhalter vom Landtagsabgeordneten Dr. Stephan Siemer (CDU). Er begrüßte die Ankündigung des Ministeriums, die Fördermittel zur Wolfsprävention kurzfristig freizugeben. Der CDU-Politiker forderte konkrete Handlungsanweisungen für die Regionen.



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