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Schlachtschweine: "Hauspreise" sorgen für Ärger

von , am
24.06.2015

Die Schweinepreise sind vor einer Woche regelrecht kollabiert. Die Ursachen des Preiseinbruchs analysiert die LAND & Forst in Ausgabe 26.

Anfang Juni war das Angebot an Schlachtschweinen ungewöhnlich klein. © Mühlhausen/landpixel
Die Vereinigung der Erzeugergemeinschaften, VEZG, hatte einen Preis von 1,49 Euro/kg SG herausgegeben. Dieser wurde aber von den nordwestdeutschen Schlachthöfen massiv unterlaufen. Da wurde teilweise der Vorwurf laut, dass die VEZG den Markt falsch eingeschätzt habe. Nach Aussage von VEZG-Geschäftsführer Dr. Albert Hortmann-Scholten ist ein Preisrückgang zur Jahresmitte, etwa kurz vor Ferienbeginn in Nordrhein-Westfalen, nicht ungewöhnlich. Bedingt durch die derzeit extrem kühle Witterung stockte der Fleischabsatz zusätzlich, so dass trotz eines kleinen deutschen Angebotes die Preise massiv unter Druck standen. Zudem drängten preisgünstige spanische Offerten auf den deutschen Markt. Nach Einschätzung von Dr. Hortmann-Scholten war der abrupte Marktumschwung von vielen Marktteilnehmern in dieser Form nicht erkannt worden.

Preiskorrektur durch Schlachthöfe

Anfang Juni war das Angebot an Schlachtschweinen ungewöhnlich klein. Die Schlachthöfe hatten in dieser Situation einen Preisanstieg bis auf 1,53 Euro zugelassen und zum Teil darüber hinaus noch Preisaufschläge bezahlt. Jetzt nutzten sie die Gunst der Stunde, eine massive Preiskorrektur auf 4 Cent unter Notierung, also 1,45 Euro, herbeizuführen.
 

Mehr zum Thema lesen Sie in der LAND & Forst Ausgabe 26/2015 auf Seite 9. Möchten Sie die LAND & Forst für einen Monat gratis zum Probelesen bestellen? Dann klicken Sie hier…

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