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Aus den Regionen

Schulobst und -gemüse kommt gut an

von , am
13.07.2015

Hannover - Das Schulobst- und Schulgemüseprogramm der EU wurde im auslaufenden Schuljahr sehr gut angenommen. 91 Prozent der bisherigen Teilnehmer wollen weitermachen. 114 Schulen kommen dazu.

Das Schulobstprogramm tut nicht nur der Gesundheit der Kinder gut, sondern auch dem Absatz regional erzeugter Lebensmittel. © Mühlhausen/landpixel
Das unter der rot-grünen Landesregierung erstmals im nun zu Ende gehenden Schuljahr aufgelegte Schulobst- und Schulgemüseprogramm der Europäischen Union wurde sehr gut genutzt und kann dank aufgestockter Mittel noch erweitert werden: 91 Prozent der bisher teilnehmenden Grund- und Förderschulen sowie Schulkindergärten wollen weitermachen. Sie wurden jetzt vom Landwirtschaftsministerium für das kommende Schuljahr 2015/2016 bewilligt. Neben diesen 581 Schulen in allen Landesteilen kommen nun dank aufgestockter Mittel 114 Schulen erstmals hinzu. So werden es im kommenden Schuljahr fast 700 Einrichtungen sein, die kontinuierlich mit Obst und Gemüse beliefert werden. Für das Schuljahr 2015/16 werden die Mittel von 3,6 Millionen auf 4 Millionen Euro aufgestockt. Ein Viertel davon trägt das Land.

Kinder lernen über Zubereitung und Landwirtschaft

"So haben wir nicht nur etwas für die Gesundheit der Kinder getan, sondern auch für den Absatz regional erzeugter Lebensmittel", freut sich Niedersachsens Verbraucherschutzminister Christian Meyer. Die Schulen müssen selbstständig eine Liefervereinbarung mit den Händlern oder Gemüsebauern abschließen. Das Schulobst- und Schulgemüseprogramm der EU schreibt vor, dass alle teilnehmenden Schulen ernährungspädagogische Begleitmaßnahmen anbieten. Hierzu zählen neben einem gesunden Schulfrühstück in der Klassengemeinschaft zum Beispiel auch eine Koch-AG, ein Ernährungsführerschein und ein Besuch beim Obst- oder Gemüsebauern oder eines außerschulischen Lernortes. So lernen die Kinder auch etwas über Landwirtschaft und die leckere Zubereitung von Obst und Gemüse.
 
Teilnehmen am EU-Schulobstprogramm können Grundschulen von der 1. bis zur 4. Klasse und Förderschulen von Klasse 1 bis 6. Voraussetzung ist, dass das Obst und Gemüse kostenlos verteilt wird. Die Schulen haben die Möglichkeit, einen konventionellen oder einen ökologischen Lieferanten auszuwählen. Bisher entschieden sich mehr als 70 Prozent der Schulen für Obst und Gemüse ausschließlich aus ökologischem Anbau.
 
Weitere Informationen gibt es auf www.schulobst.niedersachsen.de.
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