Login
Niedersachsen

Schulobstprogramm sehr beliebt

Thumbnail
Birgit Greuner, LAND & Forst
am
06.06.2016

Hannover - Schulobst ist für viele Kinder eine wichtige Vitaminquelle. Wie Niedersachsens Schulen das Angebot nutzen, lesen Sie hier.

Etwa 830 Schulen und damit 120 Schulen mehr als aktuell können im neuen Schuljahr beim Programm mitmachen. Das gab Niedersachsens Landwirtschaftsminister Christian Meyer jetzt bekannt. Damit kommen bald mehr als 133.000 niedersächsische Schüler in den Genuss einer regelmäßigen Extraportion Vitamine.

Dreimal die Woche kostenlos Obst und Gemüse

Die Schüler erhalten dreimal wöchentlich eine kostenlose Portion Obst oder Gemüse von 100 Gramm. Diese wird zumeist morgens von den Kindern und Lehrern, aber oft auch unter Mithilfe von Eltern und Großeltern in der Schule vorbereitet.

In einer Befragung der teilnehmenden Schulen geben 95 Prozent an, dass die Schüler jetzt insgesamt deutlich mehr Obst und Gemüse essen. 98 Prozent loben das Programm, weil es darüber hinaus zu mehr Wissen über die Obst- und Gemüsearten sowie deren Herkunft und Anbau führe.

Schulobstprogramm fördert Absatz von Obst und Gemüse

Das Schulobstprogramm ist nicht nur eine gute Investition in eine gesunde Ernährung der Kinder. Es wirkt auch absatzfördernd für viele regionale Obst- und Gemüseproduzenten. Im abgelaufenen Schuljahr wurden die Schulen mit mehr als 1.000 Tonnen Obst und Gemüse beliefert. Fast 95 Prozent der bisher teilnehmenden Schulen machen auch im kommenden Schuljahr wieder mit.

Die Koalitionsfraktionen hatten die Mittel für das Schulobstprogramm um 50 Prozent aufgestockt, denn viele Schulen standen bisher nur auf der Warteliste. Von rund sechs Millionen Euro Gesamtbudget zahlt die EU 4,5 Millionen Euro, und das Land Niedersachsen übernimmt 1,5 Millionen.

Schulen können Obst- und Gemüselieferanten selbst auswählen

Die teilnehmenden Schulen können jetzt einen Lieferanten für das Obst und Gemüse auswählen, der ihren Anforderungen am besten entspricht. Bisher haben sich rund zwei Drittel der Schulen für Obst und Gemüse aus Ökologischem Anbau entschieden.

Teilnehmen am Schulobst- und Schulgemüseprogramm der EU können Grundschulen von der 1. bis zur 4. Klasse und Förderschulen von Klasse 1 bis 6. Voraussetzung ist, dass das Obst und Gemüse kostenlos verteilt werden und es pädagogische Begleitmaßnahmen wie eine Koch-AG, einen Ernährungsführerschein oder einen Besuch beim Obst- oder Gemüsebauern gibt.

Mehr zum Programm erfahren Sie hier...

Auch interessant