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Forstliche Versuchsanstalt

Seit 10 Jahren Ratgeber in Sachen Wald

Pressedienst
am
01.03.2016

Hannover - Seit mittlerweile zehn Jahren steht die Nordwestdeutsche Forstliche Versuchsanstalt (NW-FVA) in Göttingen in Waldfragen den Akteuren in Niedersachsen und seinen Partnerländern zur Seite, mit wissenschaftlichem Rat und praktischen Handlungsempfehlungen.

Die Nordwestdeutsche Forstliche Versuchsanstalt (NW-FVA) ist mittlerweile seit 10 Jahren ein wichtiger Ansprechpartner in Waldfragen. Für Landwirtschaftsminister Christian Meyer war dies Grund genug, beim Festakt am Sitz in Göttingen dabei zu sein.

„Angesichts der Herausforderungen der Zukunft vom Klimawandel über biologische Vielfalt bis hin zum Artenschutz kommt den Wäldern eine zunehmend überragende Bedeutung für den Menschen zu. Die Versuchsanstalt hat also, noch dazu als Vierländerbehörde, eine besondere Verantwortung.“

Forstliche Versuchsanstalt als "Glücksfall für den Wald"

Er freue sich sehr über das Engagement der rund 130 Mitarbeiter. Die Bedeutung der Nordwestdeutschen Forstlichen Versuchsanstalt werde deutlich, wenn man sich vor Augen führe, dass neben Niedersachsen die Kooperationspartner Hessen, Sachsen-Anhalt und Schleswig-Holstein mitwirken. Der Zuständigkeitsbereich umfasse rund ein Viertel des bundesdeutschen Waldbestandes.

Die NW-FVA sei ein Glücksfall für den Wald. Denn deren Empfehlungen helfen, den Wald zu pflegen und gesund zu erhalten. Die Politik nutze die wissenschaftlichen Studien und Forschungsergebnisse als Grundlage für langfristige Waldbau- und Förderprogramme.

Forstliche Versuchsanstalt arbeitet überregional

Die Forstliche Versuchsanstalt gibt Baumarten- und Pflegeempfehlungen, berät zu umweltschonenden Holzernteverfahren, zum Erhalt der biologischen Vielfalt, zur Bewältigung des Klimawandels sowie zu Strategien gegen Forstschädlinge und umweltschädliche Stoffeinträge in Wald und Waldboden.

„Diese vielseitigen überregionalen Aufgaben machen vor Ländergrenzen nicht Halt. Wir können sie am besten im Länderverbund lösen – gemeinsam mit unseren Partnern Hessen, Sachsen-Anhalt und Schleswig-Holstein“, sagte Meyer.

Natürliche Waldentwicklung auf fünf Prozent der gesamten Waldfläche

Zu den viel beachteten Projekten der NW-FVA zählt das Programm der natürlichen Waldentwicklung in zehn Prozent des niedersächsischen Landeswaldes (NWE10). Meyer betonte: „Niedersachsens Wälder werden dadurch noch ein Stück wilder. Unzählige Tier- und Pflanzenarten werden davon profitieren und die biologische Vielfalt wird deutlich erhöht.“

Niedersachsen setzt mit dem NWE-Programm im Landeswald wie im Koalitionsvertrag vereinbart Ziele der „Nationalen Strategie zur Biologischen Vielfalt“ (NBS) der Bundesregierung um. Hierzu zählt die natürliche Waldentwicklung auf fünf Prozent der gesamten Waldfläche und zugleich auf zehn Prozent der Waldfläche in öffentlicher Hand bis 2020.

Hotspots der Artenvielfalt

Zum Regierungswechsel 2013 waren 5,1 Prozent des Landeswaldes nutzungsfrei. Gemeinsam mit dem Umweltministerium haben die Landesforsten seitdem fast 11.500 Hektar zusätzliche „Hotspots der Artenvielfalt" neu ausgewiesen. Mit rund 27.800 Hektar sind damit jetzt bereits 8,3 Prozent der Landeswaldfläche als nutzungsfrei gesichert.

Welche Flächen in Niedersachsen bereits nutzungsfrei sind und damit zur Artenvielfalt beitragen, wird auf einem neuen Online-Portal transparent dargestellt (http://www.nw-fva.de/NWE5ip).

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