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Artenvielfalt

Startschuss für neue Umweltprojekte

Blühstreifen am Feldrand
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Redaktion LAND&Forst, LAND & Forst
am
17.04.2019

Am Ende sollen es 150 Hektar sein, auf denen in den nächsten zwei Jahren mehr für die Artenvielfalt getan wird: Die Stiftung Kulturlandpflege will Landwirte ansprechen und ihnen dafür „Bausteine“ mit praktischen Maßnahmen anbieten, die zu ihrem Betrieb passen.

Vernetzen mit „FABiAN“

Das neue Vorhaben trägt den Namen „Förderung der Artenvielfalt und Biotopvernetzung in der Agrarlandschaft Niedersachsen“ – kurz FABiAN. Dafür stellt die Niedersächsische Bingo-Umweltstiftung (NBU) über drei Jahre knapp 480.000 Euro zur Verfügung. Die NBU will damit in ihrem 30. Gründungsjahr dazu beitragen, die biologische Vielfalt in der Kulturlandschaft zu steigern und mit der Landwirtschaft eine Biotopvernetzung zu entwickeln.

Mit der Stiftung Kulturlandpflege verfügt sie über einen erfahrenen Partner. Ein ähnliches Projekt der Stiftung läuft bereits mit der Region Hannover und dem Landvolkkreisverband Hannover. Innerhalb weniger Monate haben hier 90 landwirtschaftliche Betriebe 285 Einzelflächen mit Naturschutzmaßnahmen bestückt und eine Gesamtfläche von 150 ha im Sinne des Artenschutzes aufgewertet. „Wir sprechen gezielt Landwirte an, um mit ihnen Verträge zur Umsetzung von Naturschutzmaßnahmen abzuschließen“, erklärt Stiftungsvorsitzender Hans-Heinrich Ehlen die konkrete Umsetzung.

Schirmherrin des Projektes ist Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast. „Ich bin überzeugt, dass eine moderne, leistungsfähige Landwirtschaft auch mit biologischer Vielfalt vereinbar ist“, sagte sie zum Projektauftakt, „in den letzten zehn Jahren hat sich die Fläche Blühstreifen mehr als verdoppelt.“ Gleichzeitig stellt auch das Land Niedersachsen zusätzliche Fördergelder für ökologische Maßnahmen zur Verfügung.

Natur statt Kiesgarten

Bunt Blühende Pflanzen in einem Garten

Während das Bingo-Projekt sich vor allem für Blühflächen und ökologische Maßnahmen in der Agrarlandschaft einsetzt, unterstützt das Umweltministerium mit 500.000 Euro Maßnahmen, die auf die Stärkung der Biodiversität in Städten und Dörfern abzielen. Umweltminister Olaf Lies mahnte, jeder Einzelne könne einen Beitrag zu mehr Artenvielfalt leisten. „Natur fängt im eigenen Garten an, aber mit Kiesbeeten und Mährobotern erreichen wir leider genau das Gegenteil“, stellte der Minister fest.

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