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Trockener Mai zwingt zum Beregnen

von , am
10.06.2015

Trockenheit auf Niedersachsens Äckern nach nur 50 Liter Regen pro Quadratmeter im Mai. Um die Erträge zu sichern, muss beregnet werden, bei Kosten von insgesamt über 100 Euro pro Hektar.

Jeder Beregnungsdurchgang wird von den Landwirten genau abgewogen, denn Wässern kostet zusätzliches Geld. © Christine Hacke
Trotz der eher kühlen Witterung in diesem Frühjahr herrscht auf den niedersächsischen Äckern Trockenheit. Im Mai sind nur 50 Liter Regen pro Quadratmeter gefallen bei nur wenigen Reserven aus den Wintermonaten, die noch im Boden sind. "Vor allem auf den leichten Sandböden fehlt Wasser. Deshalb werden Getreide und Kartoffeln mancherorts bereits das dritte Mal beregnet", bestätigt Angela Riedel vom Fachverband Feldberegnung. Das größte zusammenhängende Beregnungsgebiet beginnt nördlich von Hannover und erstreckt sich über die Landkreise Celle, Uelzen, Gifhorn, Lüchow-Dannenberg und Lüneburg. Die leichten Sandböden können das Wasser nicht so gut speichern wie die Lehmböden im Süden des Landes.
 
Um dennoch zufriedenstellende Erträge im Getreide- und Kartoffelanbau zu erzielen, werden die Flächen je Durchgang mit 25 bis 30 Millimeter und im Raps bis zu 40 Millimeter Wasser beregnet. Aber: Insgesamt kostet der künstliche Niederschlag über 100 Euro je Hektar: "Die Landwirte wägen vor jedem Durchgang sorgfältig ab, sprechen mit uns Beratern und verfolgen die Wetteraussichten ganz genau", erklärt Riedel. Schließlich betragen die Kosten für Strom, Wasser und Aufbau der Anlage je beregnetem Hektar und Durchgang über 40 Euro.
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