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Wasservogelsterben

Vogelgrippe: H5N8-Erreger an Plöner Seen nachgewiesen

Erpel auf einem See
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Anke Fritz, agrarheute
am
08.11.2016

An mehreren Seen bei Plön (Schleswig-Holstein) sind bisher mehr als 100 Wasservögel verendet. Es besteht Verdacht auf Vogelgrippe.

Nach dem Fund von mehr als 100 verendeten Wasservögeln am Großen Plöner See und kleineren Seen in der Umgebung haben erste Untersuchungen einen Verdacht auf Vogelgrippe ergeben. Das Friedrich-Löffler-Institut (FLI) - das nationale Referenzlabor für aviäre Influenza - wies in der Nacht zum Dienstag (8. November 2016) Erreger des Subtyps H5N8 nach. Allerdings sind die Untersuchungen des FLI noch nicht abgeschlossen.

Vogelgrippe: endgültige Ergebnisse liegen noch nicht vor

Es wird derzeit noch analysiert, ob es sich bei dem Virus um den hoch- oder niedrigpathogene Typ handelt (stark oder gering krankmachend). Erst, wenn diese Untersuchungsergebnisse vorliegen, lässt sich feststellen, ob es sich tatsächlich um Vogelgrippe handelt und welche Maßnahmen ergriffen werden müssen. Die Ergebnisse des FLI sollen am Nachmittag vorliegen.

Geflügelgrippe auch in Polen

Am Montag war gemeldet worden, dass in Polen mehr 70 Wildenten und Möwen verendet aufgefunden wurden. Hier wurde der hochpathogene Influenza- A- Subtyp H5N8 nachgewiesen.

Die Aviäre Influenza kann in zwei Formen bei Hausgeflügel und Wildvögeln auftreten: Die niedrigpathogene Form (LPAI) oder die hochpathogene Form (HPAI), die Geflügelpest. Die hochpathogene Form unterliegt sowohl bei Wildvögeln wie auch beim Hausgeflügel der Anzeigepflicht und wird durch die Maßnahmen der Geflügelpest-Verordnung bekämpft.

Mit Material von dpa
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