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Wasserschutzprojekt: Stickstoffeinsatz deutlich reduziert

AgE
am
23.11.2015

Fuhrberg - Der aktuelle Abschlussbericht zum Wasserschutzprojekt "N90“ liegt vor: Der Stickstoffeinsatz in der Landwirtschaft kann deutlich reduziert werden - durch angemessene Beratung und Entschädigung.

Im „Modell- und Pilotprojekt N90“ des Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) in Zusammenarbeit mit den Stadtwerken Hannover wurden Möglichkeiten zur Verringerung der landwirtschaftlichen Nitrateinträge ins Grundwasser untersucht. Der Abschlussbericht liegt jetzt vor. In den beiden Projektjahren 2012 und 2013 insgesamt 27 der zusammen 34 teilnehmenden Betriebe das Ziel erreicht, den Stickstoffeinsatz auf 90 % der üblicherweise empfohlenen Menge zu reduzieren. Im Schnitt sei der Stickstoffeinsatz sogar um rund ein Fünftel gegenüber der sonst empfohlenen Menge verringert worden.

Für Agrarumweltmaßnahmen nutzen?

Wichtigste Instrumente seien dabei eine intensive Beratung der Landwirte sowie eine finanzielle Entschädigung der Betriebe für deren zusätzlichen zeitlichen und organisatorischen Aufwand sowie zur Abpufferung des Ertragsrisikos gewesen. Laut Angaben des NLWKN will das niedersächsische Umweltministerium aufgrund der Ergebnisse nun prüfen, ob die Methodik in das Instrumentarium der Agrarumweltmaßnahmen aufgenommen werden soll. Damit würde das Angebot dann landesweit und längerfristig angeboten.

Anlass des Projekts waren Untersuchungen des Landesbetriebs, nach denen die niedersächsischen Grundwasserkörper zu 60 % in einem schlechten chemischen Zustand sind, insbesondere wegen der Nitrateinträge.

Den vollständigen Abschlussbericht des Wasserschutzprojektes können Sie hier herunterladen:

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