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Wetter in Niedersachsen: Was brachte der Wonnemonat Mai?

Wetter-Himmel-Niedersachsen
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Birgit Greuner, LAND & Forst
am
31.05.2019

Im Mai war es speziell im Emsland besonders trocken. Hier ein Überblick über Niedersachsens Wetter im Wonnemonat.

Auch niedersachsenweit sammelt der Deutsche Wetterdienst (DWD) regelmäßig Wetterdaten in gleichmäßig verteilten Wetterstationen. Für den Wonnemonat Mai zeigte sich folgende Situation:

  • Niedersachsen kam im Mai auf eine Durchschnittstemperatur von 11,2 °C, auf durchschnittlichste Niederschlagswerte von 45 Litern pro Quadratmeter (l/m²) sowie knapp 185 Sonnenstunden.
  • Der Nordwesten Deutschlands und somit große Teile Niedersachsens wurden von Tiefdruckgebieten verschont.
  • Das Emsland blieb mit teils nur 10 l/m² bundesweit am trockensten. In Bodenfelde-Amelith, im äußersten Süden von Niedersachsen, fielen dagegen allein am 20. Mai durch Tief „Axel“ 78,5 l/m².
  • Der wärmste Ort des Monats lag diesmal ebenfalls im Emsland: In Lingen kletterte die Temperatur am 19. Mai bis auf 27,6 °C.
  • Bemerkenswert noch folgende Frostmeldung: In Faßberg in der Lüneburger Heide gab es vom 4. bis 8.Mai jede Nacht Frost, wobei das Quecksilber auf -4 °C sank.

Das Wetter im Mai 2019 deutschlandweit zu kühl

    Der Sommer gab deutschlandweit auch in diesem Jahr bereits im April ein Gastspiel. Der Mai schlug dagegen eine völlig andere Richtung ein. Besonders in der ersten Monatshälfte wehte immer wieder kühle Luft von Nordwesten und Norden heran. Insgesamt verlief der Mai nach 13 Monaten in Folge erstmals zu kühl. Er war nass bei unterdurchschnittlichem Sonnenschein. Konkrete Daten hier im Überblick:

    • Vor alIem die erste Monatshälfte verlief  deutschlandweitungewohnt kühl. Sie lag in manchen Orten um fünf Grad unter dem vieljährigen Mittel. Die Maxima blieben häufig unter 15 °C, in klaren Nächten trat verbreitet Frost auf. Dadurch geriet die bereits weit fortgeschrittene Vegetation wieder ins Stocken.
    • Der Mai übertraf im bundesweiten Durchschnitt sein Soll von 71 l/m² mit gut 80 l/m² um 16 Prozent. Damit blieb die nach dem niederschlagsarmen April befürchtete große Trockenheit vorerst noch aus. Bis auf den Nordwesten Deutschlands gab es in den meisten Regionen reichlich kostbaren Regen. Dieser ging am 4. und 5. teilweise bis ins Flachland in Schnee über, so dass sich einige Gegenden für kurze Zeit in Weiß präsentierten.
    • Tief „Axel“ brachte vom 19. bis zum 21., erst durch heftige Gewitter und später durch Dauerregen, verbreitet riesige Niederschlagsmengen: 72-stündig fielen in Jachenau-Tannern bei Bad Tölz 231,4 l/m². Der Alpenrand erhielt im Mai mit insgesamt teils über 400 l/m² auch den meisten Niederschlag.  
    • Der Sonnenschein blieb mit rund 175 Stunden um zehn Prozent unter seinem Soll von 196 Stunden. Begünstigt waren dabei die Küsten von Nord- und Ostsee mit teils mehr als 225 Stunden. In Südbayern kamen örtlich weniger als 120 Stunden zusammen.

    Mehr zum Wetter in Niedersachsen lesen Sie jede Woche in der LAND & Forst.

    Mit Material von Deutscher Wetterdienst
    LAND&Forst

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