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Wolfsrudel in Munster verstärkt überwachen

von , am
05.05.2015

Hannover - Die Diskussion um die in Niedersachsen wieder heimisch gewordenen Wölfe geht weiter: Nun wird die wiederholte Sichtung von Tieren mit geringer Scheu vor Menschen untersucht.

Die intensivere Wolfsüberwachung in Munster läuft bereits seit einigen Wochen. © Mühlhausen/landpixel
In der Debatte um in Niedersachsen wieder heimisch gewordene Wölfe will das Umweltministerium die Überwachung des Rudels in Munster verstärken. In Zusammenarbeit mit der Bundesforstverwaltung, der Landesjägerschaft Niedersachsen und weiteren Experten solle die wiederholte Sichtung von Tieren mit geringer Scheu vor Menschen untersucht werden, teilte das Ministerium am Montag in Hannover mit. Die Sicherheit des Menschen stehe an erster Stelle. Die intensivere Überwachung habe vor einigen Wochen begonnen. Alle Hinweise auf Wolfssichtungen sollten überprüft werden.

50 Wölfe landesweit

In Wohngebiete vorrückende Wölfe hatten in Niedersachsen und den angrenzenden Niederlanden für Wirbel gesorgt. Im Kreis Vechta war ein Wolf bei einem Waldkindergarten gesichtet worden. Landesweit sind nach Zahlen der Landesjägerschaft etwa 50 Wölfe unterwegs. Um den Umgang mit der wachsenden Zahl an Wölfen hat sich auch eine politische Debatte entzündet. Ein verhaltensauffälliger Wolf, der im Februar in Schleswig-Holstein im Kreis Herzogtum Lauenburg in eine Schafherde eingedrungen war, stammt aus Niedersachsen - aus dem Rudel vom Truppenübungsplatz Munster. Das Tier hatte sich bei dem Angriff auf die Schafherde ungewöhnlich verhalten. Es zeigte kaum die für Wölfe typische Scheu vor Menschen und ließ sich erst nach längerer Zeit vertreiben. Aggressiv gegenüber Menschen war der Wolf nicht.
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