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Aus den Regionen

Zuckerrüben müssen noch Wachstum aufholen

von , am
28.07.2015

Hannover - Die sehr guten Vorjahresergebnisse und auch das langjährige Mittel wird die Zuckerrüber in diesem Jahr voraussichtlich nicht erreichen. Der kühle und trockene Frühsommer hat den Rüben den Start erschwert.

Für den Zuckergehalt in der Ernte sind sonnige Tage und kalte Nächte förderlich. © Mühlhausen/landpixel
Nach ersten Schätzungen werden Mindererträge von gut vier Prozent gegenüber dem fünfjährigen Mittel und von mehr als 15 Prozent im Vergleich zum Vorjahr erwartet. Allerdings unterliegen diese Schätzungen großen regionalen Schwankungen. Außerdem hat die Zuckerrübe nach den aktuellen Niederschlägen und bei sommerlichen Temperaturen gute Chancen, noch Wachstum nachzuholen.


So präsentieren sich die Zuckerrübenbestände insgesamt recht gut. Durch die Frühsommertrockenheit haben sich schlanke Rübenkörper ausgebildet, die ihre Wurzeln tief in den Boden getrieben haben. Die derzeitigen Wachstumsbedingungen und die gesunden Bestände bilden ein gutes Fundament für hohe Zuwächse. Die tiefen Wurzeln versorgen die Pflanzen auch in möglichen Trockenphasen bis zur Ernte mit ausreichend Wasser. Noch nicht überall hat sich das Blätterdach über dem Boden geschlossen. Das erleichtert Unkräutern wie Melde oder Hundspetersilie das Wachstum. In der jetzigen Vegetationsphase müssen diese per Hand entfernt werden. Ebenfalls per Hand entfernen müssen die Landwirte die sogenannten Schosser. Schosser bilden nur kleine Rübenkörper mit wenig Zucker aus und die dicken, bis zu einem Meter hohen Stängel können vom Rübenroder nicht aufgenommen werden. Sie müssen unbedingt entfernt werden, bevor die Samen reif werden, da diese sonst im Boden überdauern und im späteren Rübenanbau für erhebliche Probleme sorgen.
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