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Ernte 2017

Zuckerrüben: Noch immer sind einige Flächen nicht gerodet

Die laufende Zuckerrübenkampagne bereitet Probleme
Werner Raupert, LAND & Forst
am
12.12.2017

Die laufende Zuckerrübenkampagne stellt die Landwirte in diesem Jahr vor fast unüberwindbare Probleme. Gerade in den nördlichen Bundesländern geht aufgrund der Nässe fast nichts mehr. Rübenanbauer verzweifeln langsam. Noch immer sind einige Flächen nicht gerodet.

Dr. Andreas Windt, Nordzucker AG, rechnet sogar damit, dass im Nordzuckergebiet  rund 150 ha auch nicht mehr gerodet werden können. Die Erträge schwanken dieses Jahr stark. Während in Clauen, Schladen und Nordstemmen über 80 t/ha geerntet wurden fällt Uelzen aufgrund der widrigen Witterungsverhältnisse in diesem Jahr  mit nur 72 t/ha stark ab, berichtete der Experte auf der  Infotagung der ARGE NORD in Nordstemmen.

Ab sofort können die Rübenanbauer auch wieder das restliche Saatgut für die Aussaat 2018 nachbestellen. Die Frist läuft bis zum 12. Januar 2018. Ungewiss ist derzeit noch, so Gero Schlinker, ARGE NORD, ob die neonikotinoiden Beizen auch in 2019 noch zugelassen sind. Möglicherweise greift ein Anwendungsverbot, sodass sogar dann Restsaatgut nicht aufgebraucht werden kann. Dies sollte die Bauern bei der aktuellen Bestellung berücksichtigen.

Als gute Sorten für die Nachbestellung empfahl Schlinker die rizomaniatoleranten Rübensorten Danicia, Rashid und Strauß. Als nematodentolerante Sorten kommen für 2018 Lisanna und BTS 440 in Frage. Unter den neuen Sorten könnten die nematodentolerante Sorten Annarosa und Eva Maria sowie die rizomaniatolerante Sorte Marley empfohlen werden.     

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