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Aus den Regionen

Zuerst die Bürgermeister überzeugen

von , am
05.12.2013

Die Entwicklung eines landwirtschaftlichen Betriebes ist heute nur noch gemeinsam mit dem sozialen Umfeld realisierbar. Welche Mittel und Möglichkeiten es gibt, wurden beim Unternehmerforum Agrar erörtert.

Gastgeber und Referenten des Forums (v.l.) Dr. Holger Hennies, Wilfried Brümmer, Dr. Christian Schmidt, Arendt Meyer zu Wehdel, Henrich Meyer zu Vilsendorf und Tobias Göckeritz. © Hildebrandt
"Märkte, Margen, Möglichkeiten" - das war das Thema des Unternehmerforum Agrar in Bücken. Bereits zum sechsten Mal hatten die Volksbanken aus den Landkreisen Diepholz und Nienburg gemeinsam mit der Landwirtschaftskammer Bezirksstelle Nienburg über 500 Landwirte eingeladen. Arendt Meyer zu Wehdel, Präsident der Landwirtschaftskammer Niedersachsen, nahm zunächst eine Standortanalyse vor. "Wir haben eine Boomphase hinter uns mit stürmischer Entwicklung", sagte Meyer zu Wehdel mit Blick auf die regenerativen Energien. In vielen Landstrichen würden die wirtschaftlichen Strukturen von der Landwirtschaft getragen. "Den Bürgermeistern und Landräten muss klar sein, wenn sie die Dynamik rausnehmen, ist das Rad nur schwer wieder in Schwung zu bekommen", so der Präsident.

Immer fair bleiben

Er forderte die Landwirte auf, ihre Betriebsentwicklung nur gemeinsam mit dem sozialen Umfeld zu realisieren. "Wir müssen abwägen, was für die Dörfer akzeptabel ist und wir sollten fair gegenüber Berufskollegen bleiben." Die politischen Pläne, Sondergebiete in Gewerbegebieten auszuweisen, sieht Meyer zu Wehdel  nicht nur wegen der Seuchenhygiene kritisch: "Wir benötigen individuelle Lösungen am Betriebsstandort."
 
Gemeinsam mit Nienburgs Kreislandwirt Tobias Göckeritz sprach er sich dafür aus, Kommunikation als wichtigen Teil der Produktion zu begreifen. "Wir müssen unsere Botschaften in die Städte tragen, damit sie ein Bild von moderner Landwirtschaft bekommen", forderte Göckeritz. Als Beispiel führte er die Radiospots der Initiative "Heimische Landwirtschaft" an.


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