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Zweite Heuernte steht an

von , am
26.07.2015

In den nächsten Tagen und Wochen wird der zweite Heu-Schnitt in Niedersachsen eingefahren. Durch die Niederschläge in den vergangenen Wochen haben sich die Bestände von der Trockenheit erholt.

80 Prozent des Heus trocknen nach dem Schnitt auf der Wiese, deshalb ist das Wetter während dieser Zeit wichtig für die Qualität. Es muss täglich gewendet und abends geschwadet werden, so wird verhindert, dass über Nacht zu viel Feuchtigkeit wieder aufgenommen wird. Das trockene Gras ist empfindlich, die Halme brechen leicht und die Blätter der Kräuter fallen ab, wenn es zu häufig bearbeitet wird.

Deshalb sollte es möglichst selten gewendet und schnell eingefahren werden. Gräser und Kräuter, konserviert durch Trocknung und mit einem maximalen Restfeuchtegehalt von gut zehn Prozent, sind ist das ideale Grundfutter für Rinder und Pferde, schreibt der Landvolk-Pressedienst. Pferde haben eine empfindliche Verdauung, und neigen zu Koliken. Gras für Pferdeheu muss deshalb länger auf der Wiese stehen und hat anschließend einen höheren Rohfaseranteil.

Dauergrünland kann je nach Standort und Witterung zwei bis dreimal im Jahr abgeerntet werden. Es kann entweder zu Heu getrocknet oder mit einem höheren Feuchtigkeitsgehalt als Silage oder Heulage eingelagert werden. Je nach Verarbeitung wiegen die Rund- oder Quaderballen 200 bis über 400 Kilogramm. Kleine, handliche Ballen mit einem Gewicht von etwa 15 Kilogramm sind sehr arbeitsintensiv und teuer und werden inzwischen vor allem für Pferde- und Kleintierhalter angeboten oder von Landwirten für den Eigenbedarf gepresst. Über 700.000 Hektar Wiesen, Weiden und Mähweiden gab es im vergangenen Jahr in Niedersachsen.
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