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8.000 Klagen wegen Glyphosat: Bayer geht in die Offensive

Glyphosat buchstabiert auf Boden
am Freitag, 24.08.2018 - 07:36 (Jetzt kommentieren)

In den USA gingen 8.000 Klagen wegen Glyphosat ein. Bayer-Chef Werner Baumann geht in die Offensive und kündigt an, das Produkt energisch zu verteidigen.

Angesichts tausender US-Klagen im Zusammenhang mit dem Unkrautvernichtungsmittel Glyphosat geht der neue Eigentümer Bayer in die Offensive. «Wir sind darauf eingestellt, das Produkt energisch zu verteidigen», sagte Bayer-Chef Werner Baumann am Donnerstag in einer Telefonkonferenz mit Analysten.

Mit den zusammengelegten Rechtsabteilungen von Bayer und Monsanto könne man besonders effektiv vorgehen. Nach Angaben von Baumann waren Stand Ende Juli rund 8.000 Klagen in den USA wegen Glyphosat anhängig.

Erstes Urteil: 289 Millionen Dollar Schadensersatz

Vor rund zwei Wochen war Monsanto von einem US-Gericht nach der Klage eines unheilbar an Krebs erkrankten Mannes zu 289 Millionen Dollar (249 Mio Euro) Schadenersatz verurteilt worden. Der Patient hatte Glyphosat für sein Leiden verantwortlich gemacht. agrarheute-Pflanzenbauredakteur Klaus Strotmann hat das Urteil kommentiert.

Der Kurs der Aktie war nach dem Urteil eingebrochen. Baumann kritisierte die Entscheidung des Gerichts am Donnerstag heftig: «Wir halten das Urteil für falsch», sagte er.

Mit Material von dpa
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