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Agrarhandel

Wie Agravis-Vorstand Köckler den Konzern modernisieren will

Agravis-Vorstandssprecher Dr. Dirk Köckler im Interview mit agrarheute
am Donnerstag, 29.10.2020 - 05:00 (Jetzt kommentieren)

Solide, aber auch etwas angestaubt – so ist das Image der Agravis Raiffeisen AG. Vorstandschef Dr. Dirk Köckler krempelt den Agrarhandelskonzern kräftig um - strukturell und personell. Kein leichtes Unterfangen in Zeiten von Corona und ASP.

Erst Corona, jetzt die ASP: Muss die Agravis ihre Ergebnisprognose für 2020 revidieren?

Dazu sehen wir keinen Anlass. Wenn einen geradezu biblische Seuchen treffen, ist das unternehmerisch fordernd. Aber wir waren auf die ASP vorbereitet. Wir halten am Ziel eines Ergebnisses vor Steuern von 30 Mio. Euro für 2020 fest – blicken aber auch mit Ehrfurcht auf 2021.

Wie würden Sie die ersten drei Quartale 2020 zusammenfassen?

Bei allen Besonderheiten im Detail und auch mit ASP und Corona hinreichend beschrieben, sind die ersten neun Monate in Gänze normal verlaufen.

 

Seit Ihrem Antritt vor anderthalb Jahren haben Sie die Agravis personell und strukturell kräftig umgekrempelt. Mit welchem Ziel?

Wir haben Doppelstrukturen abgebaut – wir nennen das „operative Exzellenz“ –  und eine Vertriebsoffensive eingeleitet. Die Grundaufgabe bleibt, Marktanteile zu sichern und auszubauen. Das haben wir uns für dieses und das kommende Jahr ins Buch geschrieben. Wir gehen mit Ruhe, Klarheit und Kompetenz ans Werk. Ziel ist dabei beispielsweise, das genossenschaftliche Großhandelsgeschäft, das etwa 2 Mrd. Euro ausmacht, deutlich zu steigern. In einigen Teilbereichen haben wir sicherlich noch Luft nach oben von 20 bis 25 Prozent.

Ist der strukturelle Umbau am Ziel?

Das Zusammenfassen von Gesellschaften, wie wir das im Osten machen, wird weitergehen. Dort werden zum Jahreswechsel 1,3 Mrd. Euro Umsatz aus drei Gesellschaften in einer konsolidiert. Treiber der Entwicklung ist die Vereinheitlichung der IT und der Prozesse. In der Landtechnik richten wir die Struktur an den Herstellermarken aus. Bei den Agrarzentren setzen wir auch auf Kooperationen mit benachbarten Genossenschaften, die im Direktgeschäft mit den Landwirten agieren.

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