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Arla Foods kündigt Werkschließungen und Entlassungen an

Luftbild Arla Foods Upahl
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Anke Fritz, agrarheute
am
31.05.2018

Arla Foods dreht weiter an der Kostenschraube. Davon sind vor allem Arbeitsplätze in der Unternehmenszentrale im dänischen Aarhus betroffen.

Die Geschäftsführung des dänischen Molkereiriesen Arla Foods will im Zuge ihres Kostensenkungsprogrammes „Calcium“ rund 350 Mitarbeiter in mehreren Geschäftsbereichen an unterschiedlichen Standorten entlassen und die Käseproduktion in Großbritannien effizienter gestalten.

Ende April hatte Arla sein Werk in Sonthofen an Allgäuer Hof-Milch verkauft.


 

Arbeitsplätze am Standort Aarhus sind gefährdet

Wie der genossenschaftliche Konzern gestern mitteilte, soll dies zunächst schätzungsweise 195 Stellen in globalen Bereichen wie Finanzierung, Recht und EDV, Konzernstrategie, Mitgliederbetreuung, Personalmanagement und Corporate Affairs betreffen.

Dabei gehe es vorwiegend um Arbeitsplätze in der Unternehmenszentrale im dänischen Aarhus, aber auch um einige Verwaltungspositionen in anderen europäischen Niederlassungen.

 

Arla will die Kosten senken

Das Arla-Programm „Calcium“ wurde Anfang 2018 gestartet und soll bis Ende 2020 zu einer Kostensenkung von insgesamt rund 400 Mio Euro führen. Damit wird nach eigenen Angaben das Ziel verfolgt, die Erträge der landwirtschaftlichen Genossenschaftler zu erhöhen und einen wettbewerbsfähigen Milchpreis sicherzustellen. Außerdem soll der so generierte Gewinn in wachstumsorientierte Geschäftsfelder investiert werden.

Cheddarproduktion soll optimiert werden

Außerdem schlägt die Arla-Geschäftsführung vor, die Cheddarproduktion des Unternehmens in Großbritannien bis Ende 2018 zu „optimieren“, wobei die aktuellen Überkapazitäten in der Erzeugung und im Versand abgebaut werden sollen.

Zu diesem Zweck wird erwogen, die Produktion am walisischen Standort Llandyrnog zu beenden und die betreffenden Mengen künftig in den Werken im englischen Taw Valley und im schottischen Lockerbie herzustellen. Außerdem könnten alle Verpackungslinien am englischen Standort in Oswestry zusammengefasst werden, um die kleineren Versandbetriebe in Lockerbie und im englischen Malpas zu schließen. Durch diese Konsolidierung würden in Großbritannien 154 Arbeitsplätze eingespart.

Mit Material von AgE

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