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Milchindustrie

Arla will Nettogewinn komplett an Landwirte ausschütten

Milchtankwagen Arla
am Freitag, 31.08.2018 - 05:00 (Jetzt kommentieren)

Die Molkereigenossenschaft Arla Foods will den Nettogewinn 2018 komplett an ihre Mitglieder auszahlen. Entscheiden wird die Vertreterversammlung im Oktober.

Der Aufsichtsrat von Arla Foods schlägt vor, den gesamten Ertrag in Höhe von voraussichtlich 285 Mio bis 310 Mio Euro als Nachzahlung auf das Milchgeld an die Mitglieder zu überweisen; das entspricht einem Aufschlag von 2,3 bis 2,5 Cent pro kg Milch. Die Zahlung soll im März 2019 erfolgen.

Zur Begründung verweist der Aufsichtsrat darauf, dass sich die Bilanz der Genossenschaft positiv entwickelt habe, während die Milcherzeuger aufgrund der Dürre in Europa mit einer schwierigen finanziellen Situation konfrontiert seien.

Höhe der Ausschüttung noch unter Vorbehalt

"Als Aufsichtsrat sind wir mit der positiven Entwicklung unserer Bilanz zufrieden, sodass wir diesen außergewöhnlichen Vorschlag machen können", sagte Jan Toft Nørgaard, Aufsichtsratsvorsitzender von Arla Foods.

Der Vorschlag wird auf der nächsten Vertreterversammlung im Oktober besprochen. Auf Basis dieser Diskussion erwartet der Aufsichtsrat, dass eine endgültige Entscheidung bei der offiziellen Bekanntgabe des Jahresergebnisses im Februar 2019 getroffen werden kann.

Die Höhe der Ausschüttung steht unter dem Vorbehalt, dass sich am Jahresende keine wesentlichen Änderungen des Gewinnniveaus oder der finanziellen Aussichten zeigen.

Stabile Gewinnentwicklung

Der Vorschlag des Aufsichtsrats sieht zudem als Bedingung die Verpflichtung vor, zu der bestehenden Konsolidierungspolitik des Unternehmens für die Jahre 2019 und 2020 zurückzukehren. Das Anfang 2018 gestartete dreijährige Transformations- und Effizienzprogramm "Calcium" soll die Kosten um über 400 Mio Euro senken. Drei Viertel der Ersparnis sollen über den Milchpreis an die Mitglieder fließen. Ein Viertel soll reinvestiert werden.

Für 2018 erwartet Arla einen Jahresüberschuss im Zielkorridor von 2,8 bis 3,2 Prozent des Konzernumsatzes. Im ersten Halbjahr 2018 erzielte das Unternehmen einen Nettogewinnanteil von 2,2 Prozent oder rund 115 Mio Euro – gegenüber einem Gewinnanteil von 2,1 Prozent im ersten Halbjahr des Vorjahres.

Der Konzernumsatz stieg im ersten Halbjahr 2018 um 2,2 Prozent auf 5,1 Mrd Euro. Dies sei vor allem auf die positiven Absatzzahlen der strategischen Marken zurückzuführen, teilte das Unternehmen mit. Die Umsatzprognose  für das Gesamtjahr 2018 liegt bei 10 Mrd bis 10,5 Mrd Euro. 

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