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BASF hat Freude an zugekauften Bayer-Sparten

BASF-Forscher mit Kulturpflanzen im Labor
am Freitag, 28.02.2020 - 11:30 (Jetzt kommentieren)

Die BASF-Gruppe hat 2019 weniger Umsatz und Gewinn erzielt. Die von Bayer zugekauften Agrarsparten besserten die Bilanz auf.

BASF-Vorstandschef Dr. Martin Brudermüller

„2019 war ein herausforderndes Jahr mit starkem weltwirtschaftlichem Gegenwind.“ Mit diesen Worten legte der BASF-Vorstandsvorsitzende Dr. Martin Brudermüller heute in Ludwigshafen den Bericht der Gruppe zum vergangenen Geschäftsjahr vor.

Der Konzernumsatz sank aufgrund niedrigerer Mengen und Preise leicht auf 59,32 Mrd. Euro. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) brach mit einem Minus 32.2 Prozent deutlich ein auf 4,05 Mrd. Euro.

Zur Begründung verwies Brudermüller auf die Handelskonflikte zwischen den USA und China, die Unsicherheiten rund um den Brexit und deutlich schwächere Nachfrage wichtiger Kunden, allen voran der Autobranche.

"Sehr erfreuliche" Entwicklung

Hingegen steigerte die BASF-Agrarsparte ihr Betriebsergebnis im Berichtsjahr deutlich. Durch den Zukauf wesentlicher Teile des Agrargeschäfts von Bayer, die der Konkurrent aus Leverkusen wegen der Monsanto-Übernahme aus wettbewerbsrechtlichen Gründen abgeben musste, kletterte der Umsatz dieses Segments bei den Ludwigshafenern um 27 Prozent auf 7,81 Mrd. Euro.

Brudermüller bezeichnete die Entwicklung als „sehr erfreulich“. Die von Bayer erworbenen Geschäfte hätten wesentlich zum Umsatz- und Ergebnisanstieg des Agrargeschäfts beigetragen.

Bayer-Geschäftszweige bringen zusätzlichen Gewinn

BASF-Ammoniakanlage in Ludwigshafen

So verbuchte BASF im Segment „Agricultural Solutions“ 2019 ein Ergebnis aus der Betriebstätigkeit von 928 Mio. Euro. Das waren 57 Prozent mehr als im Vorjahr, während die vergleichbare Kennziffer in der Gruppe insgesamt um fast ein Drittel zurückging. Die Bayer-Geschäftszweige trugen mehr als ein Viertel zum Gesamtergebnis der Agrarsparte bei.

Die Integration der ehemaligen Bayer-Teile wurde laut BASF innerhalb eines Jahres abgeschlossen.

Investitionen werden nach Asien verlagert

Trotz des Gewinnrückgangs will der BASF-Vorstand der Hauptversammlung eine Anhebung der Dividende je Aktie um 10 Cent auf 3,30 Euro vorschlagen. Die Dividendenrendite würde damit 4,9 Prozent entsprechen.

Für das laufende Jahr sieht die Unternehmensleitung weiterhin eine hohe Unsicherheit in der Weltwirtschaft. Das Coronavirus werde zudem vor allem im 1. und 2. Quartal deutliche Auswirkungen haben. Gleichwohl geht der BASF-Vorstand von einer Erholung des Umsatzes auf 60 bis 63 Mrd. Euro aus. Das EBIT vor Sondereinflüssen soll in etwa gehalten werden und in einer Spanne von 4,2 bis 4,8 Mrd. Euro liegen.

Bei den Investitionen legt BASF den Schwerpunkt künftig auf Asien. In den nächsten fünf Jahren sollen 41 Prozent der Investitionen im asiatisch-pazifischen Raum erfolgen und nur noch 34 Prozent in Europa. Im Planungszeitraum 2019 bis 2023 war das Verhältnis in etwa umgekehrt.

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